Davos (dpa) - Das Internet wird nach Auffassung von Unternehmensberatern immer mehr zu einer Wachstumslokomotive. Allein in den Ländern der G20 könne es im Jahr 2016 bereits 4,2 Billionen Dollar zur Gesamtwirtschaft beitragen - etwa doppelt so viel wie 2010.

Das wird in einer Studie der Boston Consulting Group vorausgesagt, die von dem Beratungsunternehmen sowie dem Internet-Konzern Google beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos vorgestellt wurde.

«Kein Unternehmen kann es sich leisten, diese Entwicklung zu ignorieren», sagte David Dean, Co-Autor der Untersuchung. «Go digital» sei zwingend das Motto für jede Firma, die von der «dramatischen weltweiten Transformation des Internets» profitieren wolle. Treibende Kraft sei die absehbare enorme Zunahme von Internet-Nutzern in aller Welt von derzeit 1,9 Milliarden auf rund 3 Milliarden in den nächsten vier Jahren.

2016 werde wahrscheinlich 45 Prozent der Weltbevölkerung online sein. Wesentlich trage dazu auch in den aufkommenden Märkten die Popularität mobiler Geräte, besonders der Smartphones, und die weitere Ausbreitung sozialer Netzwerke bei, heißt es in der Studie. Die Erweiterung der Kapazitäten des Internets und dessen weltweite Ausbreitung würden sich immer mehr als «kraftvolle Quelle» des Wachstums erweisen und das Wirtschaftsleben nachhaltig prägen.

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