Hamburg (dpa/tmn) - Eine SSD-Festplatte kann Notebooks und Desktop-PCs deutlich beschleunigen. Voraussetzung ist, dass der Massenspeicher in einem relativ leistungsstarken Rechner arbeitet.

SSD-Festplatten können Laptops und Desktop-PCs auf Trab bringen. Einen spürbaren Effekt gibt es aber nur in Maschinen mit modernem Dual-Core-Prozessor und mindestens vier Gigabyte RAM-Speicher, berichtet die Zeitschrift «Computer Bild», die 32 SSD-Festplatten verschiedener Größe getestet hat. Ältere Computer beschleunige der Speicher dagegen so gut wie gar nicht.

SSD-Speicher ist im Vergleich zu herkömmlichen Festplatten mit mechanischen Bauteilen nicht nur schneller, sondern lautlos und robuster. Die einzelnen Bausteine des SSD-Speichers sind allerdings nicht beliebig oft wiederbeschreibbar. In der Praxis werden die Schreibvorgänge aber automatisch so auf alle Speicherbausteine verteilt, dass die Nutzungsdauer letztlich ähnlich wie bei herkömmlichen Festplatten sei, berichtet die Zeitschrift.

Testsieger bei den Geräten mit 60 Gigabyte (GB) Speicherkapazität wurde die XLR8 Express von Extrememory für 114 Euro, gefolgt von der OCZ Vertex 3 für 98 Euro. In der 120-GB-Klasse gewann die PX-128M2P von Plextor, die 210 Euro kostet. Auf den zweiten und dritten Platz kamen die Samsung Serie 830 (189 Euro) beziehungsweise die Corsair Performance Pro Series 128GB (196 Euro). Viele andere 120-GB-SSDs unter 200 Euro erhielten ebenfalls ein «gut». In der 240-GB-Klasse siegte das Modell Performance Pro Series 256GB SSD von Corsair für 380 Euro. Platz zwei ging in dieser Kategorie an die Extrememory XLR8 Express 240GB für 394 Euro.

Grundsätzlich gilt: Großer SSD-Speicher ist meist etwas schneller als kleiner, dabei aber noch relativ teuer. Herkömmliche Festplatten mit drei Terabyte Speicherplatz gibt es schon für rund 200 Euro.

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