Wer in einem Strand- und Dschungelparadies Urlaub macht, kann gefährlich leben. So ergeht es zumindest dem Hauptcharakter Jason Brody im Computerspiel Far Cry 3. Seine Freunde und er werden von einem Verrückten entführt. Ob sie da wieder heil rauskommen? Das beantwortet der Ego-Shooter nach und nach im Verlauf der Handlung.

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Wie der Spieler mit dieser Entführung umgeht, bleibt ihm selbst überlassen: anschleichen oder losstürmen?

Wie der Spieler mit dieser Entführung umgeht, bleibt ihm selbst überlassen: anschleichen oder losstürmen?

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Wie der Spieler mit dieser Entführung umgeht, bleibt ihm selbst überlassen: anschleichen oder losstürmen?

Düseldorf. Im dritten Teil der Shooter-Reihe von Ubisoft befindet sich der Spieler im Paradies: Sonne, Strand, Meer und Palmen könnte man glatt genießen – wenn da nicht ein kleines Problem wäre: Jason Brody ist mit seinen kalifornischen Freunden auf einer tropischen Insel im Urlaub unterwegs. Nach einem missglückten Fallschirmsprung werden sie von Einheimischen geschnappt. Ihr Anführer ist der völlig verrückte Vaas Montenegro, ein blutrünstiger Pirat. Jasons Freundin wird entführt, er selber mit seinem Bruder in Haft genommen. Zum Start des Einzelspieler-Modus hat man also nur zwei Ziele: Das eigene Überleben sicherstellen und die eigene Freundin retten. 

Far Cry weckt den Sammelwahn

In der völlig frei erkundbaren Insel-Umgebung erhält man zu Beginn eine Waffe – und sonst nichts. Zuerst lernt man das Jagen von Tieren und das Pflücken von Pflanzen. Das ist wichtig, denn nur so erhält der Spieler größere Taschen für mehr Waffen und Munition sowie Spritzen mit Heilkräutern. Zusätzlich liegen in feindlichen Lagern überall Kisten mit allerlei nützlichem Inhalt herum.

Klettern verschafft Übersicht

Die Vorgehensweise in Far Cry 3 sieht folgendermaßen aus: Zuerst klettert man auf einen Funkturm, um sich eine Übersicht des rundum gelegenen Gebietes zu verschaffen. Die dort erlangte Sichtweite ist gleichzeitig auch das auf dem Radar angezeigte Straßennetz. Da man nicht unendlich weit blicken kann, muss man über die große Inselwelt verteilt viele solcher Funktürme – mal gar nicht, mal extrem gut bewacht – erklimmen. Erst dann kann man jede Straße auf der riesigen Übersichtskarte sehen. Zusätzlich sieht man feindliche Piratenstützpunkte, die man übernehmen sollte. Dort kann man die ansässigen Gegner dezimieren und erhält allerhand wertvolle Gegenstände.

Von A über B nach C

In den Missionen wird die Geschichte vorangetrieben. In einer muss man einen Doktor ausfindig machen, der ein Mädchen aus der Urlauber-Gruppe gefunden hat. Sie hat sich mit einem Virus infiziert – jetzt muss der Spieler als Jason entsprechende Gegenmittel aus Piraten-Händen besorgen.

Wie man dabei vorgeht, ist jedem selbst überlassen. Ob man per Jeep, per Paraglider oder schleichend durch das Gebüsch anreist – man kann es auf die leise oder die laute Weise schaffen. Oftmals führen viele Wege zum Ziel. Damit die An-, Weiter- und Abfahrt während der Missionen nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt, hat Entwickler Ubisoft Montreal eine Schnellreise-Funktion integriert. So landet man per Knopfdruck am Zielpunkt. Sehr komfortabel.

Es macht unheimlich viel Spaß, mit dem Jeep das Inselparadies zu erkunden. Man kann Tiere jagen, Pflanzen pflücken, Piraten überfallen, Funktürme erklimmen und seine Fähigkeiten ausbauen. Die Schnellreise-Funktion spart an entsprechenden Stellen wertvolle Zeit. Auch wenn die Grafik auf den Konsolen ein Stück weit schlechter als auf dem PC aussieht, ist sie aber immer noch sehr farbenfroh und stellt die Umgebung authentisch dar. Auch die Steuerung, sowie der Sound und die genialen an Schauspieler angelehnten Charaktere überzeugen.

Was nicht gut funktioniert

Manche Design-Entscheidungen der Entwickler wirken zu aufgesetzt. Jagen und Sammeln ist toll. Aber wenn man Ziegen für Tasche A, Wildschweine für Tasche B und beides für Tasche C benötigt, wirkt das System nicht nur wenig authentisch sondern auch nervig zeitraubend. Zusätzlich wird man immer wieder aufgrund der vielen Nebenbeschäftigungen, Fähigkeiten-Upgrades und Funkturm-Erkundungen beinahe vom Angebot des Spiels erschlagen. In solchen Momenten fühlt man sich überfordert und das kann stellenweise frustrieren.

Fazit: Feinstes Insel-Paradies mit jeder Menge Spielspaß

Das Spiel überzeugt nicht nur durch seinen lebendig wirkenden Traum-Schauplatz, sondern auch durch die lebensechten Charaktere und tollen Synchronsprecher. Die Handlung ist unterhaltsam, leicht in die Länge gezogen aber bietet viel Abwechslung, manchmal allerdings erschlagend viel. Größter Pluspunkt: Die freie Vorgehensweise fordert jedes Mal aufs Neue.

Name: Far Cry 3
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Ubisoft
Hersteller: Ubisoft Montreal
Release-Termin: 29. November
Preis: zirka 45 Euro (PC), zirka 60 Euro (Konsolen)
System: PC, PS3, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 18 Jahre
Wertung: Sehr gut

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