Ein vernetzter Thermostat der Firma Nest hängt an einer Wand in Hamburg. Foto: Bodo Marks/dpa
Ein vernetzter Thermostat der Firma Nest hängt an einer Wand in Hamburg. Foto: Bodo Marks/dpa

Ein vernetzter Thermostat der Firma Nest hängt an einer Wand in Hamburg. Foto: Bodo Marks/dpa

dpa

Ein vernetzter Thermostat der Firma Nest hängt an einer Wand in Hamburg. Foto: Bodo Marks/dpa

München (dpa) - Der Smarthome-Pionier Nest bringt seine Geräte schließlich auch nach Deutschland. Zunächst sollen der vernetzte Rauchmelder und die Sicherheitskameras verfügbar sein, der lernende Thermostat, mit dem die Firma 2011 in den USA bekannt wurde, soll später folgen.

Nest habe vor einem Deutschland-Start erst die technische Basis ausbauen wollen, sagte Mitgründer Matt Rogers am Rande der Internet-Konferenz DLD in München.

Nest gehört seit rund drei Jahren zur Google-Mutter Alphabet, der Kaufpreis lag damals bei aufsehenerregenden 3,2 Milliarden Dollar. Im vergangenen Jahr geriet Nest in Negativschlagzeilen. Der zweite Mitgründer und Chef, Tony Fadell, verließ die Firma, nachdem sein Führungsstil ins Gerede kam. Der Gründer des von Nest übernommenen Sicherheitskamera-Anbieters Dropcam, Gred Duffy, warf Fadell vor, Fortschritte zu bremsen und schrieb, er bereue, sein Unternehmen verkauft zu haben. Zugleich versucht Alphabet, die Kosten in seinen neuen Produktbereichen zu drücken.

Rogers betonte, Nest habe nicht weniger, sondern mehr Geld als früher zur Verfügung. Die Firma investiere in neue Produkte und die internationale Expansion. «2017 wird ein sehr großes Jahr für uns.» Neben Deutschland startet Nest auch in Österreich, Italien und Spanien.

Von der Konkurrenz, die inzwischen in Europa eigene vernetzte Thermostate, Kameras und Rauchmelder auf den Markt gebracht hat, will sich Nest mit einer besseren Bedienung und einer ausgebauten technischen Infrastruktur im Hintergrund abheben: «Keiner hat das bisher in Millionen Haushalten umgesetzt.»

Für die Sprachsteuerung können Nest-Geräte mit Amazons Assistenzsoftware Alexa im Lautsprecher «Echo» sowie Googles Konkurrenz-Modell «Home» verknüpft werden. Apples Siri wird nicht unterstützt. Daten mit Google würden nur im Rahmen der Verknüpfung zur Sprachsteuerung auf Kundenwunsch geteilt, betonte Rogers. Beim Thermostat braucht Nest noch mehr Zeit, um ihn an in Deutschland gängige Heizsysteme anzupassen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer