Bonn (dpa/tmn) - Das Böse lauert überall. Das mag übertrieben klingen, trifft aber durchaus auf das Surfen im Internet zu. Selbst auf seriösen Seiten können Trojaner oder Viren über Werbeanzeigen in den eigenen PC gelangen. Schutz bieten nur aktualisierte Virenscanner.

Trojaner und andere Schädlinge können Surfer sich nicht nur in den düsteren Ecken des Internets einfangen. Auch auf seriösen Webseiten können Werbebanner so manipuliert werden, dass sie unerwünschte Gäste auf fremde Rechner schmuggeln, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Anzeigen werden meistens über Software anderer Firmen verwaltet, die eigentlichen Seitenbetreiber haben also nur begrenzt Kontrolle darüber.

Einen aktuellen Fall gab es zum Beispiel bei Yahoo: Über die europäischen Seiten der Firma wurde den Angaben nach vom 31. Dezember bis zum 3. Januar Schadsoftware verbreitet. Deutsche Nutzer waren davon zwar kaum betroffen - der Fall zeigt aber, dass sich auch Internetnutzer schützen sollten, die nur auf seriösen Seiten surfen. Am besten geht das mit aktuellen Virenschutzprogrammen, raten die Experten. Weil die Schädlinge oft Sicherheitslücken in Betriebssystem, Browser und Programmen wie Flash und Java ausnutzen, sollte die Software außerdem immer auf dem neuesten Stand sein.

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