Experten empfehlen USB-Sticks, um überschaubare Datenmengen zwischen verschiedenen Standorten hin- und herzuschieben. Foto: Jens Schierenbeck
Experten empfehlen USB-Sticks, um überschaubare Datenmengen zwischen verschiedenen Standorten hin- und herzuschieben. Foto: Jens Schierenbeck

Experten empfehlen USB-Sticks, um überschaubare Datenmengen zwischen verschiedenen Standorten hin- und herzuschieben. Foto: Jens Schierenbeck

dpa

Experten empfehlen USB-Sticks, um überschaubare Datenmengen zwischen verschiedenen Standorten hin- und herzuschieben. Foto: Jens Schierenbeck

Berlin (dpa/tmn) - Übertragungsrate, Speicherkapazität, Preis: Experten haben Geräte mit USB 3.0 von USB-Sticks über Harddisks bis zu SSD-Festplatten getestet. Jedes hat seine Eigenart. Deshalb sollten Speichergeräte passend zum Einsatzzweck ausgewählt werden.

USB 3.0 ist theoretisch zehnmal schneller als die Vorgängerschnittstelle USB 2.0. Allerdings unterscheiden sich die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten in der Praxis je nach Speichertyp, berichtet die Zeitschrift «Chip» (Ausgabe 8/13), die 60 Geräte mit USB 3.0 von USB-Sticks über 2,5- und 3,5-Zoll-Harddisks bis hin zu SSD-Festplatten getestet hat. Zudem gibt es enorme Preisunterschiede: USB-Sticks und SSD-Festplatten sind pro Gigabyte (GB) Kapazität etwa fünf- bis zehnmal teurer als herkömmliche Festplatten. Käufer sollten Speichergeräte deshalb passend zum jeweiligen Einsatzzweck auswählen.

USB-Sticks sind technisch wie SSD-Festplatten aufgebaut und können rasantes Tempo liefern. Doch einige Modelle reizen USB 3.0 nicht aus: Die schlechtesten übertragen gelesene Daten drei- bis viermal langsamer als die besten, haben die Tester herausgefunden. Grundsätzlich eignen sie sich besonders dazu, überschaubare Datenmengen zwischen verschiedenen Standorten und Rechnern hin- und herzutransportieren.

Die Sticks laufen problemlos - wenn auch langsamer - an Anschlüssen mit USB 2.0, werden aber ab 64 GB Speichergröße überproportional teuer. Nutzer, die mit größeren Abmessungen leben können, fahren mit einer selbst gebauten externen Lösung aus einem USB-3.0-Gehäuse und einer SSD besser: Diese Kombination ist den Testern zufolge schneller und günstiger als High-End-Sticks mit Kapazitäten von 256 oder sogar 512 GB, die mehr als 700 Euro kosten.

Die kompakten und mobilen 2,5-Zoll-Festplatten eignen sich den Angaben zufolge sowohl als Backup-Medium und Ergänzungsspeicher sowohl für das Notebook als auch für den PC. Sie bieten Kapazitäten von bis zu einem Terabyte (1000 GB). Ihre Geschwindigkeit ist im Vergleich eher mäßig, sie übertragen Daten bei USB-3.0-Anbindung aber genau so schnell wie eine im Notebook eingebaute Festplatte.

USB-3.0-Anschlüsse liefern externen 2,5-Zoll-Harddisks übers USB-Kabel genug Strom, so dass kein eigenes Netzteil notwendig ist. Es kann aber sein, dass sie nicht an USB-2.0-Anschlüssen funktionieren, warnen die Experten. Das gilt selbst dann, wenn man sie mit einem Adapterkabel (Y-Kabel), das Strom aus einem zusätzlichen USB-Port zieht, oder an einem Netzteil betreibt.

Wer viele HD-Videos, Rohdaten-Fotos im RAW-Format oder verlustfrei komprimierte Musik archivieren möchte, kommt um stationäre 3,5-Zoll-Festplatten mit eigenem Netzteil nicht herum. Die Geräte bieten bis zu vier Terabyte Speicherkapazität und laufen mit eigenem Netzteil auch immer problemlos an USB-2.0-Anschlüssen. Außerdem übertragen sie Daten teils doppelt so schnell wie 2,5-Zoll-Geräte.

Da USB 3.0 Daten schneller übertragen kann als die schnellsten 3,5-Zoll-Festplatten, bauen einige Hersteller einen Zwischenspeicher (Cache) in die Platten. Das trägt aber wider Erwarten nicht zu einer weiteren Beschleunigung bei, sondern bremst das Gerät im schlimmsten Fall, haben die Tester herausgefunden. Viel wichtiger als ein Cache-Speicher ist demnach ein effizienter USB-Controller.

Sich ein externes Laufwerk selbst zu bauen, lohnt sich vor allem, wenn man sein Notebook oder seinen PC mit einer SSD aufrüstet. Dann kann die ausgebaute konventionelle Festplatte in ein Gehäuse wandern und künftig etwa für Backups genutzt werden. Bei 2,5-Zoll-Gehäusen sollte der interne Anschluss im Gehäuse als SATA 6 GBit/s ausgelegt sein, raten die Experten. Wird dann einmal eine SSD ins Gehäuse eingebaut, lässt sich so deren volles Tempo nutzen.

Bei 3,5-Zoll-Gehäusen ist ein SATA-6-GBit/s-Anschluss nicht so wichtig, weil SSDs nicht in das große Gehäuse passen und 3,5-Zoll-Harddisks ohnehin nicht an das SSD-Tempo heranreichen. Der Eigenbau eines externen SSD-Laufwerks lohnt sich den Angaben nach nur im Ausnahmefall, da fertige Lösungen in Gehäuse oft kaum mehr kosten als eine entsprechende interne Festplatte allein. Außerdem ist es schwierig, eine schnelle Kombination aus Gehäuse und SSD zu finden.

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