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Die Lücke schlummerte unbemerkt im Software-Code von Facebook.

Die Lücke schlummerte unbemerkt im Software-Code von Facebook.

dpa

Die Lücke schlummerte unbemerkt im Software-Code von Facebook.

Berlin (dpa) - Nur wenige deutsche Politiker nutzen Facebook für den aktiven Austausch mit ihren Anhängern. Die meisten Bundes- und Landtagsabgeordneten nutzen das Soziale Netzwerk nur dazu, um Texte, Fotos und Videos zu verbreiten.

Dies ergab eine Untersuchung der Technischen Universität Ilmenau, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Nur gut ein Drittel kommuniziere mehrmals pro Woche mit Facebook-Kontakten, ergab die Studie.

Die Facebook-Profile konzentrierten sich «überwiegend auf die klassische einseitige Vermittlung von Informationen und weniger auf den Austausch mit den Wählern». Entsprechend gering sei die Rückkopplung mit den Anhängern auf Facebook. Das mobilisierende Potenzial des sozialen Netzwerks werde damit anders als in den USA kaum genutzt. Die aktivsten Facebook-Nutzer macht die Studie bei Abgeordneten der Grünen und der FDP aus.

Die Politiker-Seiten sind oft veraltet: Die letzte Aktualisierung liegt im Schnitt acht Monate zurück, jedes zehnte Profil enthält gar keine Meldungen. Etwa jeder dritte Abgeordnete (36 Prozent) verließ der Studie zufolge die Plattform schon nach kurzer Zeit wieder.

Im Bundestag ist etwa jeder vierte Parlamentarier auf Facebook vertreten - 146 von 622 Mitgliedern. Landtagsabgeordnete nutzen das Netzwerk seltener - der Bayerische Landtag ist mit 21 Parlamentariern im Vergleich zu Thüringen (7 Abgeordnete) oder Schleswig-Holstein (6 Abgeordnete) am stärksten vertreten. Die übrigen Landesparlamente wurden nicht berücksichtigt.

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