Berlin (dpa) - Der Musiker und bayerische Pirat Bruno Kramm will gegen die Verteilung der Gema-Gebühren vor Gericht ziehen. Kramm will erreichen, dass Künstler stärker an den gesammelten Gebühren beteiligt werden.

Bisher erhielten Musikverlage 33 bis 40 Prozent der von Gebühren, heißt es in der Klageschrift. «Letztendlich gehören diese Tantiemen den Urhebern», meint Kramm.

Mit der Klage, sein Anwalt am Montag beim Landgericht Berlin eingereicht habe, will Kramm einen Präzedenzfall für andere Künstler schaffen. Die Klage sei der Gema bisher noch nicht zugestellt worden, sagte eine Sprecherin der Verwertungsgesellschaft. Daher könne sie keine Auskunft zu den vorgebrachten Vorwürfen geben.

Konkret geht es der Klageschrift zufolge um mehrere Alben von Kramm und Texter Stefan Ackermann. Sie argumentieren, dass Sie die Nutzungsrechte an ihren Werken auf die Gema, nicht auf die Verlage, übertragen hätten. Die Verlage hätten somit keinen Anspruch auf einen Anteil an den Gema-Gebühren.

Kramm prangert den Einfluss von Musikverlagen in der Verwertungsgesellschaft an und fordert mehr Mitspracherecht für kleinere Künstler. Gema-Gebühren fallen beim Abspielen von Musik im Radio oder Auftritten von Bands an. Die Gema verteilt sie an Musikverlage und Künstler. Mehr als 64 000 Künstler gehören zur Gema.

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