Phishing funktioniert auch mit einer Mini-Videokamera, die versteckt an Geldautomaten angebracht werden kann. Foto: Boris Roessler/Archiv
Phishing funktioniert auch mit einer Mini-Videokamera, die versteckt an Geldautomaten angebracht werden kann. Foto: Boris Roessler/Archiv

Phishing funktioniert auch mit einer Mini-Videokamera, die versteckt an Geldautomaten angebracht werden kann. Foto: Boris Roessler/Archiv

dpa

Phishing funktioniert auch mit einer Mini-Videokamera, die versteckt an Geldautomaten angebracht werden kann. Foto: Boris Roessler/Archiv

Berlin (dpa) - Viele Internetnutzer wollen sich vor allem mit ihrem Gespür gegen Passwort-Diebstahl schützen. Als bestes Mittel dafür sehen 45 Prozent ein aufmerksames und vorsichtiges Verhalten, wie aus einer Umfrage hervorgeht.

Technische Maßnahmen wie Firewall und Antivirus-Software nennen deutlich weniger. Das geht aus einer Befragung von TNS Emnid unter rund 1000 deutschen Internetnutzern im Auftrag von Microsoft hervor. Beim sogenannten Phishing versuchen Angreifer, vertrauliche Informationen wie Kreditkartendaten oder Passwörter abzugreifen. Am Montag hatten führende Internetkonzerne eine Allianz namens DMARC gegründet, um diese Betrugsmasche einzudämmen.

Als besten Schutz gegen Passwortklau nannten 23 Prozent der Befragten ein Antivirus-Programm, 18 Prozent eine Firewall. Jeder zehnte setzt auf eine «aktuelle Browserversion mit Aktivierung aller Sicherheitsfunktionen». Mehrfachnennungen waren bei dieser Frage allerdings nicht möglich. Auch wurde nicht abgefragt, welche Maßnahmen die Befragten tatsächlich einsetzen.

Die meisten Nutzer kennen die Gefahren im Netz durchaus. Neun von zehn sind Viren, Trojaner und Spam zumindest dem Namen nach bekannt. Phishing - also das Stehlen von Nutzerdaten mit Hilfe von gefälschten E-Mails oder präparierten Webseiten - sagt mehr als der Hälfte (55 Prozent) etwas.

Wenn es um die Sicherheit und den Schutz der Privatsphäre bei Browsern geht, hat Firefox den besten Ruf: 37 Prozent der Befragten vertrauen der Mozilla-Software hier am meisten. Nahezu gleichauf liegen Microsoft mit dem Internet Explorer (23 Prozent) und Google mit Chrome (21 Prozent). Nur ein gutes Drittel der Befragten (35 Prozent) hat sich allerdings bewusst für einen Browser entschieden.

Beim Phishing versuchen Kriminelle, vertrauliche Daten von Nutzern zu erlangen - häufig indem sie per Mail auf eine gefälschte Webseite locken und dort beispielsweise zur Eingabe von Kontodaten auffordern. Im Kampf gegen Phishing rät das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu einem aufmerksamen Umgang mit E-Mails, aber auch zum Einsatz von Antivirus-Software und einer Firewall. Zudem sollten Nutzer das Betriebssystem und Anwendungsprogramme wie den Browser laufend aktualisieren, heißt es in einem Ratgeber des BSI.

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