Medienzar Rupert Mudoch. Foto: Andy Rain (Archivbild)
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dpa

Medienzar Rupert Mudoch. Foto: Andy Rain (Archivbild)

New York (dpa) - Eine Kommunikationspanne war nach einem Medienbericht der Grund für die Verwirrung um ein gefälschtes Twitter-Profil der Ehefrau von Medienmogul Rupert Murdoch.

Twitter hatte am Wochenende vorübergehend das Konto @Wendi_Deng offiziell zum echten Profil von Murdochs Frau Wendi Deng erklärt - aus Versehen, wie der Kurzmitteilungsdienst später einräumte.

Auslöser für den Fehler sei ein Missverständnis zwischen Twitter und Mitarbeitern von Murdochs Medienkonzern News Corp. gewesen, berichtete jetzt die IT-Journalistin Kara Swisher. Durch die Fehlkommunikation hielt Twitter zunächst statt des echten Kontos «@wendideng» den Parodie-Account mit einem Unterstrich zwischen Vor- und Nachnamen für das Profil von Murdochs Frau, erklärte Swisher am Mittwoch in ihrem Blog «All Things Digital».

Murdochs Frau hatte ihr Twitter-Konto «@wendideng» demnach bereits im Sommer eingerichtet und es unter anderem bei der Werbekampagne für einen Film eingesetzt, den sie mitproduziert hatte. Nach der Aufregung um die falsche Wendi deaktivierte sie vorerst ihren Account. Er ist jetzt nicht mehr erreichbar. Wendi Deng wolle jedoch auf absehbare Zeit zu Twitter zurückkehren, berichtete Swisher unter Berufung auf Kreise der News Corp., zu der auch das Technologieblog gehört.

Der Panne folgten zahlreiche Medienberichte über witzige Twitter-Dialoge der Eheleute - die Entdeckung des Fehlers löste dann Zweifel an der Gründlichkeit des Kurzmitteilungsdienstes aus. Das blaue Häkchen neben den Namen von Prominenten galt bisher als eindeutiger Beleg für ein authentisches Twitter-Profil. Jetzt konnte man sich auf einmal nicht mehr so sicher sein. Diverse Online-Journalisten forderten Twitter auf, den Bestätigungsprozess transparenter zu machen, um das Vertrauen wiederherzustellen.

Wenigstens gibt es inzwischen aber keine Zweifel mehr daran, dass es tatsächlich der echte Rupert Murdoch war, der mit 80 Jahren zu Silvester seine ersten Schritte bei Twitter machte. Die «New York Times» berichtete, Murdoch habe den Account im Urlaub auf seiner Yacht angelegt und ausprobiert, ohne Rücksprache mit seiner Presseabteilung. Gleich mit einem seiner ersten Tweets - dass Großbritannien zu viele Feiertage für ein «Pleiteland» habe - hatte er eine Welle der Empörung provoziert. Der Beitrag wurde später gelöscht.

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