Schaumburg (dpa) - Das Telekommunikations-Urgestein Motorola macht Ernst mit seiner Aufspaltung: Ab diesem Dienstag (4. Januar) steht die verlustträchtige Handysparte auf eigenen Beinen. Die Hoffnung ist, dass sich Motorola Mobility alleine besser schlägt als im bisherigen Gemischtwarenladen.

Der Boom der multifunktionalen Smartphones hat dem Geschäft in den vergangenen Monaten bereits Auftrieb verschafft. Die Motorola-Verantwortlichen hatten im vergangenen Jahr die Aufspaltung beschlossen. Dies passiert durch die Ausgabe von neuen Aktien.

Auf der einen Seite steht künftig das Privatkunden-Geschäft Motorola Mobility, das neben Handys auch Kabelfernseh-Boxen anbietet. Auf der anderen Seiten stehen die Firmenkunden-Aktivitäten namens Motorola Solutions. Dazu gehören Barcode-Scanner, Funketiketten- Lesegeräte, Rundfunktechnik und Sicherheitssysteme.

Motorola verliert seit geraumer Zeit Geld mit seinen Handys, Gewinne lieferte nur das Firmenkundengeschäft. Nach dem gigantischen Erfolg des Klapphandys Razr fehlte es an einem Nachfolger. Erst die neuen Smartphones, die mit dem Android-Betriebssystem laufen, verkaufen sich wieder besser. Mittlerweile ist fast jedes zweite Motorola-Handy ein Smartphone. Dank des höheren Preises lässt sich hier leichter Geld verdienen.

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