Vodafone
Starker Wettbewerbsdruck hat dem weltgrößten Mobilfunkkonzern Vodafone im vergangenen Geschäftsjahr zu schaffen gemacht.

Starker Wettbewerbsdruck hat dem weltgrößten Mobilfunkkonzern Vodafone im vergangenen Geschäftsjahr zu schaffen gemacht.

dpa

Starker Wettbewerbsdruck hat dem weltgrößten Mobilfunkkonzern Vodafone im vergangenen Geschäftsjahr zu schaffen gemacht.

Düsseldorf/London (dpa) - Ein starker Wettbewerbsdruck und die schwache Konjunktur in vielen südeuropäischen Ländern drücken auf die Gewinne des britischen Mobilfunkriesen Vodafone. Im Geschäftsjahr 2010/2011 (31. März) rutschte der Nettogewinn um mehr als acht Prozent auf 7,9 Milliarden Pfund.

Wie der Konzern mitteilte, verzeichnete auch die deutsche Tochterfirma, die gemeinsam mit der Telekom die Mobilfunkbranche in Deutschland dominiert, leichte Einbußen. Bei einem Umsatzplus von knapp drei Prozent auf 9,3 Milliarden Euro schrumpfte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 1,5 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro.

Allerdings verdrängten die Düsseldorfer bei der Zahl der Mobilfunkkunden beziehungsweise der verkauften SIM-Karten die Telekom von der Spitzenposition. Bis Ende März kletterte die Zahl der Mobilfunkkunden um mehr als sechs Prozent auf 36,7 Millionen. Im vergangenen Jahr waren bei der Telekom die Teilnehmerzahlen allerdings durch die Ausbuchung von inaktiven Kunden mit vorausbezahlter Karte deutlich auf 34,7 Millionen gefallen. Bei den Gewinnkennzahlen und der Marge lagen die Bonner dagegen etwas besser als Vodafone.

Als einschneidend bezeichnete Vodafone unterdessen die regulatorischen Effekte auf die Entwicklung der Umsätze. Durch die deutliche Absenkung der Terminierungsentgelte, die die Bundesnetzagentur Ende vergangenen Jahres neu festgelegt hatte, gehen den großen Betreibern für die Durchleitung von Telefonaten in andere Netze dreistellige Millionen-Einnahmen verloren. Genaue Beträge nannte Vodafone zwar nicht, aber ohne diesen Regulierungseffekt wäre der reine Service-Umsatz 1,3 Prozentpunkte höher ausgefallen, hieß es.

Ungebrochen war bei Vodafone im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder das mobile Datengeschäft, das um knapp 28 Prozent zulegte. Mit Einnahmen von knapp 1,5 Milliarden Euro sei wieder ein Rekordergebnis erzielt worden. Kaum eine Veränderung gegenüber dem Vorjahr gab es dagegen bei den schnellen Internet-Anschlüssen. Insgesamt lag die Zahl der DSL-Kunden bei Vodafone bei 3,5 Millionen. Damit ist das Unternehmen mit deutlichem Abstand hinter der Deutschen Telekom (11,9 Millionen Ende 2010) die Nummer Zwei im Breitbandgeschäft.

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