Online-Shopping
Wer beim Online-Shopping einige Dinge beachtet, kann sich vor windigen Händlern schützen.

Wer beim Online-Shopping einige Dinge beachtet, kann sich vor windigen Händlern schützen.

Schierenbeck/dpa/tmn

Wer beim Online-Shopping einige Dinge beachtet, kann sich vor windigen Händlern schützen.

Berlin (dpa/tmn) - Internet gleich billig? Viele Verbraucher glauben zu Unrecht, dass sie beim Online-Einkauf immer weniger bezahlen als im stationären Handel. Ein Vergleich lohnt, allein schon wegen der Versandkosten.

Auch mancher seriös wirkende Online-Händler ist windig. Worauf Verbraucher achten sollten - hier ein Überblick mit Tipps von Verbraucherschützern und des Branchenverbandes Bitkom.

Händler begutachten: Ein professionell gemachter Internetauftritt bedeutet nicht unbedingt, dass ein Händler seriös ist. Verbraucher sollten vor dem Kauf prüfen, ob im Impressum - möglichst mit vollständiger Adresse - ein Ansprechpartner genannt ist, den sie bei Problemen kontaktieren können. Ein Blick in die Geschäftsbedingungen (AGB) ist ebenfalls sinnvoll. Gütesiegel können bei der Auswahl helfen - die Initiative D21 stellt auf der Website www.internet-guetesiegel.de einige davon vor. Manchmal hilft auch eine schnelle Google-Suche mit dem Namen des Händlers und dem Begriff «Probleme».

Preise vergleichen: Viele Verbraucher halten Angebote im Internet an sich für besonders günstig und verzichten auf einen Preisvergleich - ein Fehler. Denn selbst wenn ein Produkt billiger sein mag als im stationären Einzelhandel, sieht es nach dem Aufschlag für den Versand oft anders aus, gerade bei großen und sperrigen Produkten. Käufer sollten auch Service und Lieferzeit berücksichtigen.

Sichere Bezahlverfahren: Kein Bezahlsystem ist perfekt. Nicht zu empfehlen ist Vorkasse - denn falls der Händler pleite ist, fließt das Geld womöglich in die Insolvenzmasse ein und ist damit verloren. Bank-Lastschriften und Kreditkartenbuchungen gelten als relativ sicher, weil Verbraucher unberechtigte Transaktionen rückgängig machen können. Wer Zahlungsdienstleister wie Paypal oder Click & Buy nutzt, verhindert, dass der Händler Zugriff auf die Daten erhält.

Sichere Verbindung nutzen: Nutzer sollten ihre persönlichen Daten immer verschlüsselt übertragen, etwa per SSL. Dieses Verfahren ist am «https» in der Web-Adresse zu erkennen, viele Browser blenden zudem ein kleines Schloss ein. Bietet der Online-Laden dieses Verfahren nicht an, sollten Verbraucher dort nicht bestellen.

Unterlagen aufbewahren: Auch wenn es unbequem ist: Verbraucher sollten Formulare wie die Produktbeschreibung und die Auftragsbestätigung aufbewahren. Kommt es zum Streit, können sie damit belegen, zu welchen Bedingungen sie bestellt haben.

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