Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britische Premierminister David Cameron bei der Eröffnungsveranstaltung für die CeBIT 2014. Foto: Jochen Lübke
Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britische Premierminister David Cameron bei der Eröffnungsveranstaltung für die CeBIT 2014. Foto: Jochen Lübke

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britische Premierminister David Cameron bei der Eröffnungsveranstaltung für die CeBIT 2014. Foto: Jochen Lübke

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Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britische Premierminister David Cameron bei der Eröffnungsveranstaltung für die CeBIT 2014. Foto: Jochen Lübke

Hannover (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel und Großbritanniens Premier David Cameron setzen sich gemeinsam für einen leistungsfähigen digitalen Binnenmarkt in Europa ein.

«Der digitale Markt ist unsere Zukunft», sagte Merkel bei ihrem traditionellen Rundgang auf der weltgrößten Computermesse CeBIT in Hannover. An der Seite von Cameron - dem Regierungschef des CeBIT-Partnerlandes Großbritannien - warb sie für ein gemeinsames europäisches Regelwerk, das die digitale Infrastruktur des Kontinents voranbringt. Es gehe auch um den Ausbau des Breitbandnetzes. Die Bundesregierung will auf der CeBIT ihre digitale Agenda vorstellen.

Cameron machte nur einen Teil des Messerundgangs mit, blieb den Ständen von auf Datenschutz und Verschlüsselungstechnik spezialisierten Unternehmen aber fern. Die Rolle der britischen NSA-Partnerdienstes GCHQ in dem seit Monaten köchelnden Überwachungsskandal wurde in Hannover nicht angesprochen. Merkel sagte zum Abschluss ihres Rundgangs, es sei ein guter Schachzug der CeBIT gewesen, Großbritannien dieses Jahr zum Partnerland zu machen.

Mit Blick auf die deutsche IT-Industrie erklärte sie: «Die CeBIT zeigt: Wir sind an vielen Stellen recht gut, aber wir müssen uns ran halten, dass nicht andere besser sind - und an einigen Bereichen müssen wir sogar aufholen, das muss man ganz nüchtern sehen.» Es gelte, die jungen innovativen Firmen besser zu fördern als bisher. Bei den Anwendungen sei Deutschland in vielen Bereichen gut dabei.

Cameron betonte, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern würden immer stärker. Die Politik sei in der Pflicht, neben den technischen auch die finanziellen Voraussetzungen für den digitalen Wandel zu schaffen - etwa auf dem Gebiet der Wissenschaft und Forschungsförderung.

Die CDU-Politikerin und Großbritanniens Premier hatten am Vorabend die CeBIT offiziell eröffnet. Sie warben dafür, bei geeigneten Rahmenbedingungen für einen digitalen Binnenmarkt in Europa mehr Tempo zu machen. Für die Entwicklung von Internet-Diensten sei Datensicherheit aber eine Grundvoraussetzung. Merkel sagte: «Ich glaube, wir sind erst am Anfang dessen, was da zu leisten ist».

Cameron warb vor den mehr als 2500 geladenen Managern und Ehrengästen um engere Zusammenarbeit bei Forschung und Produktion. Es gelte, britischen Erfindungsreichtum mit deutscher Industriekultur zu paaren. Großbritannien wolle im Verbund der acht wichtigsten Industrieländer (G8) innovativste Nation werden.

Mit ihrem Motto «Datability» zielt die CeBIT auf den Trend zu immer größeren Datenmengen und die Verantwortung im Umgang damit. Erwartet werden bis Freitag 230 000 Fachbesucher. China ist neben Deutschland größtes Ausstellerland, noch vor Großbritannien. Insgesamt präsentieren sich 3400 Standbetreiber. Erstmals seit 2008 kommt wieder mehr als die Hälfte der Aussteller aus dem Ausland.

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