Die Frage „Wo können Möwen in Krefeld kostenlos Karussell fahren?“ taucht in der Google-Rangliste der meist gesuchten Begriffe 2017 auf. Wie konnte es dazu kommen?

Leserreporter Möwen Uerdingen
Dank Google sind Möwen in Krefeld zu einer kleinen Berühmtheit geworden.

Dank Google sind Möwen in Krefeld zu einer kleinen Berühmtheit geworden.

Hubert Buschmann

Dank Google sind Möwen in Krefeld zu einer kleinen Berühmtheit geworden.

Krefeld. Was war 2017 in Deutschland ein wichtiges Thema? Dienen die Google Trends als Gradmesser, dann könnte die Antwort zum Beispiel „Bundestagswahl“ oder „WM Auslosung“ lauten. Laut dieser jährlich veröffentlichten Statistik, einer Rangfolge der beliebtesten Google-Suchbegriffe des Jahres in verschiedenen Kategorien, sind dies die beiden Begriffe, für die die deutschen Internetnutzer die Suchmaschine 2017 am häufigsten bemühten. In der Kategorie „Persönlichkeiten“ wurde kein Begriff häufiger gesucht als „Trump“ und bei den Wo-Fragen steht die Frage nach Manuel Neuers Heiratsort ganz oben. Weiter unten in der Rangliste wird es dann aber schon kurioser: „Wo können Möwen in Krefeld kostenlos Karussell fahren?“ ist die zehnthäufigst gegoogelte Wo-Frage 2017. Wie konnte es dazu kommen?

Hinter der Kuriosität steckt vermutlich ein Zusammenschluss von Spaßvögeln im Internet, die die Suchmaschine minutenlang mit der sinnfreien Suchanfrage befeuerten, um den Algorithmus auszutricksen. Ein Blick in die Details der Statistik zeigt, dass der Suchbegriff vor allem im Sommer eingetippt wurde, insbesondere im Zeitraum vom 23. Juli bis zum 5. August. Schon wenige Tage später gehen die Suchanfragen dann nahezu gegen Null.

Ein weiterer Grund für das Klickhoch Anfang August: Schon damals berichteten Medien über die Kuriosität. Ein Beitrag, der am 1. August auf Sat.1 NRW gezeigt wurde, könnte etwa den ein oder anderen Nachahmer inspiriert haben. Der Fernsehsender berichtete damals über den eigenwilligen Suchvorschlag, den der Google-Algorithmus Nutzern schon beim Eintippen der Buchstabenfolge „Wo können m“ nahelegte. red

Wie sich jetzt herausstellte, ist die Frage kein Unfug, sondern sie existiert und lässt sich sogar beantworten. WZ-Leser gaben den entscheidenden Hinweis.

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