Berlin (dpa) - Der russische Sicherheitssoftware-Anbieter Kaspersky holt sich einen US-Finanzinvestor ins Boot. Mit Unterstützung von General Atlantic solle unter anderem die internationale Expansion beschleunigt werden, teilte Kaspersky Lab am Donnerstag mit.

Die Investoren kauften die Anteile Altaktionären ab. Firmengründer Eugene Kaspersky halte weiterhin die Mehrheit, betonte der für das Tagesgeschäft zuständige Manager Jewgeni Bujakin im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. General Atlantic werde zweitgrößter Aktionär, genau beziffert wurde der Anteil nicht. Weitere Minderheitsanteile liegen beim Management.

Kaspersky ist in Europa - darunter auch in Deutschland - vor allem im Geschäft mit Privatkunden erfolgreich. Das russische Unternehmen will aber verstärkt auch im Unternehmensbereich mitmischen und sich international ausbreiten. Dafür wolle man die internationale Erfahrung von General Atlantic nutzen, sagte Bujakin.

Ein Börsengang von Kaspersky, über den schon lange spekuliert wird, sei mit dem Einstieg des US-Investors nicht vom Tisch. «Man kann es eher auch als Schritt in diese Richtung betrachten», sagte der Manager. Bis zu einer Aktienplatzierung dürften aber noch drei bis fünf Jahre vergehen. Kaspersky habe aktuell genug Geld, um das Wachstum zu finanzieren.

Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben profitabel. Es wies für 2009 einen Umsatz von knapp 400 Millionen Dollar aus und rechnet für 2010 mit Erlösen von 540 Millionen Dollar. für dieses Jahr peile Kaspersky ein Wachstum von 30 bis 35 Prozent an.

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