Das «Wireless Solar Keyboard K750» von Logitech lässt sich auch ohne direktes Sonnenlicht nutzen. Die Tastatur bezieht die Energie auch aus künstlichem Licht.
Das «Wireless Solar Keyboard K750» von Logitech lässt sich auch ohne direktes Sonnenlicht nutzen. Die Tastatur bezieht die Energie auch aus künstlichem Licht.

Das «Wireless Solar Keyboard K750» von Logitech lässt sich auch ohne direktes Sonnenlicht nutzen. Die Tastatur bezieht die Energie auch aus künstlichem Licht.

Logitech/dpa/tmn

Das «Wireless Solar Keyboard K750» von Logitech lässt sich auch ohne direktes Sonnenlicht nutzen. Die Tastatur bezieht die Energie auch aus künstlichem Licht.

Berlin (dpa/tmn) - Nach ihrer Erfindung fristeten sie ein Nischendasein, heute haben sie die Schreibtische erobert: Tastaturen und Mäuse, die sich ohne lästiges Kabel mit dem Computer verbinden. Vor allem die mobile Nutzung von Laptops hat die Verbreitung vorangetrieben.

Denn die kabellosen Geräte schaffen Platz auf dem Schreibtisch. Sie senden ihre Signale an einen Empfänger, der in der Regel im USB-Port steckt oder über die PS/2-Buchse des Rechners angeschlossen ist. Im Vergleich zur herkömmlichen Funktechnik sind Geräte, die den Kurzstreckenfunk Bluetooth unterstützen, meist etwas teurer. Wer einen Rechner mit integrierter Empfangsstelle besitzt, kann damit aber einen separaten Empfänger sparen.

Die Preisspanne geht allerdings weit auseinander. Ein Tastatur-Maus-Set gebe es bereits ab 18 Euro, der Nutzer kann aber auch 70 Euro und mehr dafür berappen, ermittelte die «Computer-Bild». Die Zeitschrift hat eine breite Palette verschiedener Modelle in einem Hardware-Test unter die Lupe genommen.

Beim Kauf sollte der Nutzer darauf achten, dass die Maus gut und ergonomisch in der Hand liegt. Zwei Navigationstasten und ein Scroll-Rad in der Mitte gehören inzwischen zum Standard. Nützlich könne auch ein Scroll-Rad sein, das sich zusätzlich nach links und rechts bewegen lässt. «Damit lassen sich zum Beispiel große Excel-Tabellen komfortabel durchblättern», urteilt die Zeitschrift.

Bei der Tastatur solle das Augenmerk zum Beispiel darauf liegen, dass der Tastenhub nicht zu groß ist, was beim Tippen längerer Texte zu Ermüdungen führen könne. Die Tasten sollten auch in klar getrennte Bereiche etwa für den numerischen Teil gegliedert sein.

Lange Zeit musste sich der Anwender die kabellose Freiheit seiner Geräte mit Einbußen der Performance erkaufen. Beim Tempo, wie schnell die Daten an den Computer übermittelt wurden, hatte er mit kabellosen Geräte oft das Nachsehen im Vergleich zu kabelgebundenen Modellen. Inzwischen haben die Hersteller aber mit neuen und verfeinerten Techniken nachgelegt.

Auch heute noch schwören allerdings Hardcore-Gamer auf Mäuse mit Kabel. Für die Klientel der eingefleischten Spieler, denen es auf sekundenschnelle Reaktionszeiten ankommt, bietet zum Beispiel die Razer Mouse Bungee gegen den drohenden Kabelsalat Abhilfe. Eine spezielle Apparatur führt hier das Kabel der Maus über eine Schiene vom Schreibtisch in die Luft. So will der Hersteller den Komfort einer kabellosen Maus simulieren, gleichzeitig aber die Präzision einer kabelgebundenen Maus liefern.

Für eine breitere Zielgruppe versuchen die Hersteller ihre kabellosen Eingabegeräte mit neuen Technologien, Performance und Genauigkeit weiter zu verfeinern. Jede Computermaus bezieht zum Beispiel ihre Daten, indem sie eine definierte Fläche traditionell mit Hilfe von Infrarotstrahlen abtastet. Deutlich präziser arbeiten Mäuse, die Laserstrahlen zum Scannen der Fläche einsetzen. Microsoft setzt bei seiner «Arch Touch Mouse» eine weitere neue Technologie ein, die «BlueTrack» genannt wird. Dabei setzt Microsoft statt roter Laser blaue Lichtstrahlen ein, die mit einer speziellen Spiegeloptik kombiniert werden.

Vorteil der Technik: Die Maus soll auch auf kritischen Flächen problemlos wie eine optische Maus einsatzfähig sein und trotzdem die Genauigkeit einer Lasermaus erreichen. Der blaue Lichtstrahl sei «viermal größer» als bei Lasermäusen, so dass die Maus selbst die Oberfläche eines hochflorigen Teppichs exakt scannen könne, berichtet der Technik-Dienst golem.de. Bei einer solchen Unterlage würde sich jede Maus mit roten Laserstrahlen in den Zwischenräumen verlieren.

Zu den Nachteilen der kabellosen Eingabegeräte zählt allerdings auch heute noch, dass sie ihren Energiebedarf nicht über den Rechner beziehen und daher auf Batterie oder Akku angewiesen sind. Damit entstünden für den Verbraucher zusätzliche Kosten, die bei einer Kaufentscheidung mit einkalkuliert werden sollten, rät die «Computer-Bild».

Der lästigen Abhängigkeit von zusätzlichen Batterien will Logitech mit einer neuen Erfindung aber ein Ende setzen. Der Schweizer Peripherie-Spezialist hat eine Computertastatur entwickelt, die ihre Kraft aus dem Umgebungslicht bezieht. Das «Wireless Solar Keyboard K750» lässt sich sogar ohne direktes Sonnenlicht nutzen. «Die erste Solartastatur von Logitech bezieht die Energie aus Licht, egal ob natürlichem oder künstlichem», sagt Markus Mahla, Deutschland-Chef des Unternehmens. Seit Mitte November online erhältlich, soll das Gerät ab Januar in stationären Handel verfügbar sein.

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