Immer und überall erreichbar
Immer und überall erreichbar: Jeder sechste Handynutzer nimmt sogar noch auf der Toilette Anrufe entgegen. Foto: Sebastian Kahnert

Immer und überall erreichbar: Jeder sechste Handynutzer nimmt sogar noch auf der Toilette Anrufe entgegen. Foto: Sebastian Kahnert

dpa

Immer und überall erreichbar: Jeder sechste Handynutzer nimmt sogar noch auf der Toilette Anrufe entgegen. Foto: Sebastian Kahnert

Osnabrück (dpa/tmn) - Ein Leben ohne Handy - unvorstellbar. Stundenlang nicht erreichbar sein - unmöglich! Das Handy ist inzwischen zum allgegenwärtigen Begleiter geworden. Das geht so weit, dass viele Nutzer sogar auf dem Klo drangehen, wenn es klingelt.

Rund jeder sechste Handynutzer (17,5 Prozent) nimmt sogar noch auf der Toilette Anrufe entgegen. Das hat eine Umfrage der Stiftung Internetforschung unter erwachsenen Mobiltelefonbesitzern zur ständigen Erreichbarkeit ergeben. Von den 18- bis 29-Jährigen gehen sogar rund ein Viertel (26,6 Prozent) auf dem Klo ans Handy. Unter der Dusche reagieren immerhin 5,2 Prozent aller Befragten und 12,6 Prozent der Jüngeren auf das Handyklingeln. Im Kino tun das 2,8 Prozent (7,4 Prozent der Jüngeren), im Gottesdienst sind es 2,1 Prozent (4,3 Prozent).

Noch weniger Hemmungen haben Handynutzer im Restaurant: Dort beantwortet gut jeder Vierte (28,6 Prozent) Anrufe, von den Jüngeren sogar mehr als jeder Dritte (37 Prozent). Das gesellige Zusammensein unterbricht fast die Hälfte beim Handyklingeln (41,9 Prozent aller Befragten und 53 Prozent der Jüngeren). In Bus und Bahn geht sogar die Mehrheit (59,1 beziehungsweise 72,8 Prozent) ans Handy.

Ob die Befragten den Anruf in eher ungünstigen Situationen beantworten, hängt auch davon ab, wer anruft. Für Familienmitglieder ist die Mehrheit der Befragten (87 Prozent) immer erreichbar, für Freunde ist es noch fast die Hälfte (48,4 Prozent). Bei Vorgesetzten und Kollegen wird der Anruf öfter ignoriert: Für sie nehmen nur 11,1 Prozent stets den Hörer ab.

Generell ist gut jeder dritte Handynutzer (36,1 Prozent) privat wie beruflich fast rund um die Uhr (21 bis 24 Stunden) erreichbar. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es ähnlich viele (38,5 Prozent).

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