New York (dpa) - Das berufliche Online-Netzwerk LinkedIn hat zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit seinen Börsengang aufgestockt. Inklusive der Aktien, die noch bei den Alteigentümern verbleiben, wird die US-Firma nun statt mit über 3 Milliarden Dollar mit mindestens 4 Milliarden Dollar (2,8 Mrd Euro) bewertet.

Die Nachfrage nach den Aktien scheint so groß zu sein, dass es sich LinkedIn erlauben konnte, den Preis pro Wertpapier auf 42 bis 45 Dollar anzuheben. Das geht aus dem am Dienstag aktualisierten Börsenprospekt hervor. Zuvor verlangte das Unternehmen 32 bis 35 Dollar.

Statt Einnahmen von zuerst 175 Millionen und später 316 Millionen Dollar will LinkedIn nun bis zu rund 406 Millionen Dollar beim Gang aufs Parkett einsammeln. In dieser Summe sind auch jene Aktien eingerechnet, die die begleitenden Banken bei einer starken Nachfrage zusätzlich verkaufen dürfen. Die restlichen Aktien dürften nach und nach an die Börse gelangen.

LinkedIn nutzt bei seinem Börsengang aus, dass die Anleger derzeit heiß auf Internetunternehmen sind. Sowohl das Online-Netzwerk Facebook als auch das Schnäppchen-Portal Groupon sicherten sich jeweils hunderte Millionen Dollar bei Investoren abseits der Börse. Beide Unternehmen erwägen, ebenfalls aufs Parkett zu gehen.

Über LinkedIn sind weltweit mittlerweile mehr als 100 Millionen Menschen miteinander verbunden. Anders als bei Facebook oder MySpace geht es dabei um berufliche und nicht private Kontakte. Größter Konkurrent ist Xing aus Hamburg mit mehr als 10 Millionen Mitgliedern, rund 4,5 Millionen davon im deutschsprachigen Raum.

Xing war schon im Dezember 2006 an die Börse gegangen. Im momentanen Internethype erhöhte sich der Börsenwert auf 265 Millionen Euro. Zum Vergleich: Bei Facebook schwirren mittlerweile Bewertungen von 60 Milliarden Dollar und mehr durch den Raum.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer