Wikipedia streikt
Die englischsprachige Wikipedia-Version protestiert mit einem 24-stündigen Blackout gegen amerikanische Netzsperren-Pläne. (Foto: wikipedia.org)

Die englischsprachige Wikipedia-Version protestiert mit einem 24-stündigen Blackout gegen amerikanische Netzsperren-Pläne. (Foto: wikipedia.org)

Die Blog-Plattform WordPress trägt schwarz. Sie protestiert mit Zensurbalken. (Foto: wordpress.com)

Google bleibt online, verlinkt aber zu einer Seite mit mehr Informationen über die Gesetzesvorhaben. (Foto: google.com)

dpa, Bild 1 von 3

Die englischsprachige Wikipedia-Version protestiert mit einem 24-stündigen Blackout gegen amerikanische Netzsperren-Pläne. (Foto: wikipedia.org)

Berlin (dpa/tmn) - Der Widerstand gegen geplante US-Gesetze zur Kontrolle des Internets hat einen Höhepunkt erreicht: Einige englischsprachige Webseiten streiken. Wer will, kann diese trotzdem lesen.

Abgeschaltete und nicht erreichbare Internetseiten können über die Cache-Funktion von Suchmaschinen gelesen werden. Denn die Suchanbieter speichern viele Webseiten in regelmäßigen Abständen auf ihren Servern zwischen. Aktuell ist die Funktion zum Beispiel nützlich, wenn man Einträge der englischsprachigen Version des Online-Lexikons Wikipedia aufrufen möchte, die für 24 Stunden vom Netz gegangen ist, um gegen Pläne in den USA zu protestieren, Urheberrechtsverletzungen auch mit Netzsperren zu verfolgen.

Bei Google ist die Funktion etwas versteckt. Um sie zu erreichen, muss man den Mauszeiger auf den Doppelpfeil im grauen Rechteck bewegen, der rechts neben dem Suchergebnis erscheint. Dann öffnet sich eine kleine Vorschau der Webseite, über der man auf den Link «Im Cache» klicken muss.

Um einzelne englischsprachige Wikipedia-Einträge zu suchen, ist es sinnvoll, über http://dpaq.de/rw6fD entweder gleich die englischsprachige Google-Suche aufzurufen oder in der deutschsprachigen Suche unten rechts auf «Google.com in English» zu klicken. Dann gibt man seinen Suchbegriff ein. Meist steht der entsprechende Wikipedia-Eintrag in der Ergebnisliste ohnehin ganz oben.

Um sicherzugehen, kann man seinen Suchbegriff aber auch mit dem Suchbegriff «Wikipedia» kombinieren. Auch hier gilt es, dem Doppelpfeil zu folgen und über der Seitenvorschau «Cached» auszuwählen. Wer derzeit wie gewohnt auf den Link im normalen Suchergebnis klickt, kommt nur zu einer schwarzen Seite, auf der Wikipedia die Protestaktion erklärt.

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