Berlin/New York (dpa) - Der überraschende Führungswechsel bei Google hat die gleichzeitig vorgelegten frischen Zahlen des Internet-Konzerns in den Hintergrund verdrängt. Doch die können sich wieder einmal sehen lassen.

Allein im Schlussquartal 2010 stieg der Umsatz um 26 Prozent auf 8,44 Milliarden Dollar. Und das mit einer beeindruckenden Rendite: 2,54 Milliarden Dollar blieben in der Google-Kasse als Gewinn hängen - 29 Prozent mehr als im Jahr davor.

Auch wenn Google inzwischen auf vielen Hochzeiten tanzt - den Großteil des Geldes verdient der Internet-Primus mit den Anzeigen im Umfeld der Suchergebnisse. Der Clou: Der Prozess läuft vollautomatisch. Ein ausgeklügelter Algorithmus sorgt dafür, dass der Inhalt der Anzeige möglichst genau zur Suchanfrage passt und den Nutzer interessieren kann.

Der Werbeplatz wird von den Google-Kunden per Selbstbedienung in einer Art Auktionsverfahren gebucht. Im vierten Quartal 2010 stieg die Zahl dieser sogenannten «bezahlten Klicks» auf Anzeigen bei Google im Jahresvergleich um 18 Prozent.

In anderen Bereichen tat sich Google schwerer. Der Versuch, mit dem bewährten Auktionssystem die Radiowerbung aufzurollen, scheiterte. Bei den Werbebannern im Internet kämpfte sich Google nur mit teuren Übernahmen schrittweise nach vorne.

Zugleich dringt der Konzern in immer mehr verschiedene Bereiche vor, in denen die Investitionen aber erst noch Früchte tragen müssen. So steht Google bei dem ambitionierten Plan, mit Chrome OS ein neuartiges Netz- basiertes Computer-Betriebssystem zu etablieren, erst in den Startlöchern. Immerhin soll das Smartphone-Betriebssystem Android Google inzwischen schon Geld bringen.

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