Düsseldorf (dpa) - Die Deutsche Telekom verliert nach Informationen des «Handelsblatts» (Montag) einen ihrer sieben Konzernvorstände. Europa-Chef Guido Kerkhoff verlasse den Konzern, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Kerkhoff ist für die 13 europäischen Auslandstöchter und insgesamt 65 000 Mitarbeiter des Konzerns verantwortlich. Europa ist nach den USA die wichtigste Wachstumshoffnung der Telekom.

Der Grund für den Weggang des 43-Jährigen sei unklar, berichtet das Blatt. Der als Finanzexperte geltende Kerkhoff arbeitet seit 2002 in verschiedenen Positionen der Finanzsparte und galt ursprünglich selbst als Anwärter für den Posten des Finanzvorstands. Intern gibt es nach Informationen der Zeitung jedoch schon lange Kritik an Kerkhoffs Arbeit. Er habe seine Ziele für 2010 zwar erreicht, könne sich gegenüber den selbstbewussten Länderchefs in Osteuropa aber nicht richtig durchsetzen. Kerkhoff war der Zeitung zufolge für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Auch die Deutsche Telekom äußerte sich nicht.

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