Austin (dpa) - Googles Android dominiert den Smartphone-Markt und hat auch die Führung bei Tablets erobert. Jetzt nimmt der Internet-Riese das Geschäft mit tragbarer Technik wie Computeruhren, Brillen und vernetzten Jacken ins Visier.

Google will auch den jungen Markt tragbarer Geräte wie Computer-Uhren oder Daten-Brillen mit seinem Android-System erobern. Der Internetkonzern werde in rund zwei Wochen entsprechende Softwarewerkzeuge für Entwickler auf den Markt bringen, kündigte der zuständige Google-Manager Sundar Pichai am Sonntag (9. März) an. Damit könnten verschiedene Sensoren in allen möglichen Szenarien verbunden werden, bis hin zu einem smarten Jacket, sagte Pichai am Sonntag auf der Multimedia-Konferenz «South by Southwest» (7. bis 16. März) im texanischen Austin.

Der Markt für kleine tragbare Computer-Technik - die sogenannten Wearables - gilt als eines der nächsten großen Technik-Geschäfte. Derzeit sind es vor allem Fitness-Gadgets wie Schrittzähler und alle möglichen Computer-Uhren. Google lässt aber gerade einige zehntausend Nutzer auch seine Daten-Brille Google Glass testen, die nach bisheriger Einschätzung in diesem Jahr auf den Markt kommen könnte. Zugleich wird bald mit einer Computeruhr des Internetkonzerns gerechnet. Auch Apple soll schon länger an einer iWatch mit zahlreichen Fitness-Funktionen arbeiten.

Googles Android dominierte im vergangenen Jahr den Smartphone-Absatz mit einem Marktanteil von rund 80 Prozent, die meisten verkauften Tablet-Computer liefen zuletzt mit dem Betriebssystem. Google versucht, die Plattform auf andere Bereiche auszuweiten. Im Januar wurde bereits die Allianz mit Autoherstellern für Android in Fahrzeugen gestartet, ein führendes Mitglied ist Audi.

Durch die Anpassung der Android-Softwareplattform für tragbare Geräte in seinem sogenannten Software Developer Kit (SDK) könnte Google mit dem Rückenwind aus dem Smartphone-Bereich auch hier massiv punkten. Bereits jetzt laufen viele Datenuhren oder vernetzte Gegenstände mit Android. Allerdings gibt es bereits Konkurrenz: So stieg Samsung für die jüngst vorgestellte zweite Generation seiner Computeruhr Gear auf das eigene System Tizen um.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer