Berlin (dpa/tmn) - Gesundheitsratgeber im Internet sind in Deutschland populär. Mit insgesamt 19 Millionen Bundesbürgern suchten bereits 37 Prozent aller Internet-Nutzer bei Gesundheitsfragen Rat auf Online-Portalen, teilte der Branchenverband Bitkom mit.

Das Gesundheitsbewusstsein bei den Bürgern steige, und die Qualität der Online-Angebote nehme weiter zu, sagte Bitkom-Präsident August Wilhelm Scheer. Vielfach schwanke die Qualität der Angebote allerdings. Der Verband rät deshalb, bei bestimmten Fragen parallel auf mehreren Portalen zu recherchieren. Außerdem sollten Nutzer darauf achten, dass das Portal möglichst unabhängig ist. Einen Arztbesuch könne kein Online-Angebot ersetzen.

Sollte ein ausführliches Impressum oder die Datenschutzerklärung fehlen, zeuge das nicht von Seriosität. Manche Portale ließen ihr Angebot bei einer Prüfstelle testen. Qualitätssiegel würden etwa von der «Health On the Net Foundation» (HON) oder dem Aktionsforum Gesundheitsinformationssysteme (afgis) verliehen.

Am intensivsten werden die Online-Ratgeber von den 30 bis 49-Jährigen genutzt, hier liegt der Anteil bei 43 Prozent. Ältere Bürger ab 65 nutzten die Gesundheitsinformationen mit 36 Prozent dagegen deutlich seltener. Auch zwischen Männern und Frauen gibt es einen großen Unterschied: Während 40 Prozent der Frauen das Internet bei Gesundheitsfragen zurate ziehen, tut dies nur rund ein Drittel der Männer. Der Bitkom hatte für das Erheben der Daten eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben.

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