Fernseher bekommen dank Ultra-HD neuen Atem. Foto: Michael nelson
Fernseher bekommen dank Ultra-HD neuen Atem. Foto: Michael nelson

Fernseher bekommen dank Ultra-HD neuen Atem. Foto: Michael nelson

dpa

Fernseher bekommen dank Ultra-HD neuen Atem. Foto: Michael nelson

Las Vegas (dpa) - Das Geschäft mit Fernsehgeräten kommt nach einer jahrelangen Durststrecke wieder in Gang. Für dieses Jahr erwarteten Marktforscher ein weltweites Absatz-Wachstum von zwei Prozent auf 251 Millionen Geräte, hieß es am Sonntag (Ortszeit) zum Auftakt der Technik-Messe CES in Las Vegas.

Der Anteil von Geräten mit der besonders hohen Ultra-HD-Bildqualität steige explosiv an, prognostizierte der Chefanalyst des Messeveranstalters CEA, Steve Koenig. In diesem Jahr dürften die Verkäufe der sogenannten 4K-Fernseher auf 23,3 Millionen Geräte von 9,3 Millionen 2014 hochspringen. China sei der größte Markt: Dort sollen 13,3 Millionen solcher Geräte verkauft werden.

Die Marktforscher rechnen damit, dass die Ultra-HD-Geräte sehr schnell den Markt dominieren werden. So dürften in den USA zum Jahr 2018 bereits 63 Prozent der Fernseher mit Bildschirmdiagonalen über 40 Zoll (101,6 cm) Bilder in der hohen Auflösung wiedergeben. Dafür dürften die rapide sinkenden Preise sorgen - aber auch wirtschaftliche Überlegungen der Hersteller, die nicht verschiedene Arten von Displays produzieren wollen. Ultra-HD hat eine Auflösung von 3840 mal 2160 Bildpunkten. Beim heute gängigen Full-HD sind es 1920 zu 1080 Pixel.

Zugleich blieben Smartphones der wichtigste Wachstumstreiber der Branche, betonte Koenig. In diesem Jahr werde ihr Absatz um 19 Prozent auf 1,5 Milliarden Geräte steigen. Drei Viertel davon dürften in Schwellen- und Entwicklungsländern verkauft werden. Da dort günstigere Geräte gefragt seien, werde das Umsatzwachstum deutlich langsamer ausfallen. Die CEA und das Marktforschungsunternehmen GfK rechnen mit einem Zuwachs von neun Prozent auf 406,7 Milliarden Dollar. Der durchschnittliche Smartphone-Preis sinke dieses Jahr auf 275 Dollar - 2010 lag er noch bei 440 Dollar.

Obwohl bei der CES Massen neuer Geräte wie Computeruhren oder Fitnesstracker vorgestellt werden, machen sieben Produktkategorien 80 Prozent der Branchenumsätze aus, betonte Chefanalyst Koenig. Die wichtigsten sind dabei Smartphones und Tablets, die alleine 46 Prozent der Erlöse einbringen - auch wenn der Tablet-Umsatz in diesem Jahr um acht Prozent sinken werde. Außerdem gehörten Kameras, Fernseher und PCs zu der Spitzengruppe.

Bei manchen anderen Geräteklassen wie etwa Spielekonsolen könne es dagegen sogar sein, dass man derzeit die letzten Produktgenerationen sieht, bevor ihre Funktionen in die Internet-Cloud abwandern. Der Umsatz in allen Sparten des weltweiten Elektronik-Geschäfts wuchs den Marktforschern zufolge im vergangenen Jahr um ein Prozent auf 1,02 Billionen Dollar.

Die Fachmesse CES öffnet offiziell am Dienstag. Diesmal steht bis 9. Januar neben Autos die Vernetzung aller Geräte im Mittelpunkt.

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