Paris (dpa) - Möglichkeiten und Gefahren des Internets sollen zum zentralen Thema der G8-Runde unter französischem Vorsitz werden. «Die digitale Wirtschaft ist ein wichtiger Wettbewerbsfaktor geworden, der Arbeitsplätze schafft und Zugang zu Kultur und Bildung bietet».

Das sagte der französische Premierminister François Fillon am Donnerstag in Paris. «Sie wird 2030 als eigenständiger Sektor 20 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts ausmachen», fügte er hinzu. Nahezu alle Wirtschaftsbereiche seien mittlerweile auf das Internet angewiesen.

Fragen des geistigen Eigentums und die Besteuerung digitaler Dienstleistungen seien Probleme, die besser gemeinsam zu lösen seien. Zudem gelte es, die Sicherheit der Netze zu verbessern und das Vertrauen der Bürger zu stärken. «Das bedeutet auch, sich mit Datenschutz, Nutzerrechten und Cyberkriminalität zu beschäftigen», sagte Fillon.

In der Runde der G20, in der Frankreich ebenfalls den Vorsitz hat, werde es in erster Linie um die Reform des internationalen Finanzsystems, die Volatilität der Rohstoff- und Energiepreise sowie die Arbeitsweise der internationalen Organisationen gehen. Auf der Agenda stünden auch Themen, die bislang nicht ausreichend von den G20 berücksichtigt worden seien, sagte Fillon. Als Beispiele nannte er die Entwicklungspolitik und die soziale Dimension der Globalisierung.

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