Nachthimmel über Brandenburg
Nachthimmel über einem Feld in Brandenburg: So deutlich wie hier sieht man die Sterne nicht überall. Foto: Patrick Pleul

Nachthimmel über einem Feld in Brandenburg: So deutlich wie hier sieht man die Sterne nicht überall. Foto: Patrick Pleul

dpa

Nachthimmel über einem Feld in Brandenburg: So deutlich wie hier sieht man die Sterne nicht überall. Foto: Patrick Pleul

Berlin (dpa) - Eine App, mit der Nutzer die Sterne am Himmel zählen können: Was romantisch klingt, soll Wissenschaftlern helfen, den Einfluss von Lichtverschmutzung auf Gesundheit und Biodiversität zu untersuchen.

Wissenschaftler der Freien Universität Berlin (FU) haben eine kostenlose App zum Sternezählen für Nutzer von Smartphones entwickelt. Die Forscher wollten die Daten aus der App «Verlust der Nacht» nutzen, um die weltweite Lichtverschmutzung besser zu verstehen, teilte die FU mit. «In natürlichen Gegenden kann man mit dem bloßen Auge Tausende von Sternen sehen», sagte Christopher Kyba. Am Nachthimmel von Berlin seien es immer noch einige Hundert, in vielen Großstädten sei die Situation noch schlimmer.

Die Daten sollen in Karten einfließen, mit denen Wissenschaftler auch den Einfluss der Helligkeit auf Gesundheit und Biodiversität untersuchen können. Unter Lichtverschmutzung versteht man die künstliche Aufhellung des Nachthimmels, die vor allem über Großstädten zu beobachten ist. Fahrzeuge, Leuchtreklamen, angestrahlte Gebäude und beleuchtete Industrieanlagen sorgen in Ballungsgebieten auch nachts für dauernde Helligkeit.

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