Fehler in neuester Chip-Generation
Die betroffenen Chipsätze sind in Systemen mit dem neuesten Vierkern-Prozessor «Sandy Bridge» verbaut.

Die betroffenen Chipsätze sind in Systemen mit dem neuesten Vierkern-Prozessor «Sandy Bridge» verbaut.

dpa

Die betroffenen Chipsätze sind in Systemen mit dem neuesten Vierkern-Prozessor «Sandy Bridge» verbaut.

Berlin (dpa/tmn) - Intel hat in der jüngsten Chip-Generation einen Fehler entdeckt. Bestimmte Hauptplatinen, die in Geräten mit dem neuesten Vierkern-Prozessor verbaut sind, können Probleme verursachen. Wo der Fehler liegt und wie er behoben werden soll - ein Überblick:

Welches Bauteil ist betroffen?

Intel spricht von einem «Design-Problem» bei den Chipsätzen der «Intel 6 Series», die auch «Cougar Point» genannt wird. Dabei handelt es sich nicht um den Prozessor selbst. Der Chipsatz unterstützt den Rechenkern, etwa indem er den Datentransfer organisiert und Geräte wie die Festplatte ansteuert. Die betroffenen Chipsätze sind in Systemen mit dem neuesten Vierkern-Prozessor verbaut, der den Codenamen «Sandy Bridge» trägt.

Was kann passieren?

Über mögliche Folgen äußerte sich Intel zunächst sehr zurückhaltend. In einigen Fällen könne sich die Leistung der SATA-Ports «mit der Zeit» verschlechtern und die Fehlerrate erhöhen. SATA-Ports sind Schnittstellen, an die Geräte wie Festplatten oder DVD-Laufwerke angeschlossen werden.

Darf ich den Rechner noch benutzen?

Erstmal ja, beschwichtigt der Hersteller. Es sei unwahrscheinlich, dass sofort Probleme auftreten, zitiert das Magazin «PC World» Intel-Manager Steve Smith. Nur bei «agressiven Datentransfers» könne es mit der Zeit mehr Fehler geben.

Wie prüfe ich meinen Rechner?

Die Auslieferung der fehlerhaften Bauteile hat am 9. Januar begonnen. Wer seinen PC vorher gekauft hat, ist also nicht betroffen. Wer das Gerät später angeschafft hat, sollte den Computerhändler oder Hersteller kontaktieren, rät Intel.

Wie bekomme ich einen fehlerfreien Chip?

Intel hat angekündigt, die fehlerhaften Bauteile auszutauschen. Wie das im Detail ablaufen soll, klärt der Chip-Riese derzeit mit den Geräteherstellern. Die Firma geht davon aus, dass die Auslieferung Ende Februar beginnt und im April abgeschlossen ist.

Sind viele Kunden betroffen?

Intel sagt, dass nur sehr wenige Kunden betroffen seien, nennt aber keine genauen Zahlen. 700 Millionen Dollar (umgerechnet rund 509,25 Millionen Euro) sind eingeplant, um die Fertigung auf Vordermann zu bringen und bereits ausgelieferte Computer zu reparieren.

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