Weil das Werbegeschäft vor allem auf Smartphones immer besser läuft, gewinnen die Anleger wieder Vertrauen in Facebook. Foto: Jens Büttner
Weil das Werbegeschäft vor allem auf Smartphones immer besser läuft, gewinnen die Anleger wieder Vertrauen in Facebook. Foto: Jens Büttner

Weil das Werbegeschäft vor allem auf Smartphones immer besser läuft, gewinnen die Anleger wieder Vertrauen in Facebook. Foto: Jens Büttner

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Weil das Werbegeschäft vor allem auf Smartphones immer besser läuft, gewinnen die Anleger wieder Vertrauen in Facebook. Foto: Jens Büttner

Menlo Park (dpa) - Facebook schafft an der Börse ein Comeback: Weil das weltgrößte Online-Netzwerk im zweiten Quartal seine Werbeeinnahmen vor allem auf Smartphones kräftig steigern konnte, schoss die Aktie am Donnerstag im frühen New Yorker Handel um 26 Prozent hoch auf gut 33 Dollar.

Das ist nicht mehr weit entfernt von den 38 Dollar, die das Papier beim Börsengang kostete. Der Tiefststand von unter 18 Dollar scheint vergessen.

«Wir haben gute Fortschritte dabei gemacht, unsere Nutzerzahl zu vergrößern und die Beteiligung zu steigern», erklärte Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg am Mittwoch am Sitz im kalifornischen Menlo Park. Das Netzwerk hat inzwischen 1,15 Milliarden aktive Nutzer im Monat, ein gutes Fünftel mehr als vor einem Jahr. Noch stärker stieg die Zahl derjenigen Nutzer, die täglich vorbeischauen. Das sind fast 700 Millionen.

Je mehr Zeit die Nutzer bei Facebook verbringen, desto wertvoller werden sie für das Unternehmen, das sich vor allem über Werbung finanziert. Zuckerberg hob in diesem Zusammenhang das Geschäft auf Smartphones und Tablet-Computern hervor, was lange die Achillesferse war. Eine überarbeitete App, neue Werbeformate und eine bessere Plattform für die Werbekunden haben die Einnahmen hier kräftig steigen lassen.

Das Unternehmen erzielt mittlerweile 41 Prozent seiner Werbeeinnahmen über mobile Geräte. Vor einem dreiviertel Jahr waren es erst 14 Prozent. «Wir werden schon bald mehr Umsatz über mobile Geräte einfahren als über Computer», sagte Zuckerberg in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Mehr als 800 Millionen Nutzer greifen bereits über das Smartphone oder den Tablet auf Facebook zu. «Die Leute verbringen mehr Zeit bei Facebook als jemals zuvor.»

Zuckerberg wies wiederkehrende Berichte zurück, Jugendliche flüchteten aus dem Sozialen Netzwerk. «Nach den Daten, die wir haben, ist das nicht wahr», sagte der Firmenchef. «Teenager nutzen Facebook weiterhin sehr intensiv.»

Insgesamt konnte Facebook den Umsatz im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 53 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar (1,4 Mrd Euro) ausbauen. Der Gewinn lag bei unterm Strich 331 Millionen Dollar, nachdem vor einem Jahr noch ein Verlust von 157 Millionen Dollar angefallen war.

Mittlerweile werben mehr als eine Million Firmen auf Facebook. Das Wachstum sei vor allem durch lokale Anbieter gekommen, erklärte das Unternehmen. Facebook hat sich mit neuen Funktionen attraktiver für Werbekunden gemacht. So wurde die Suche nach Themen verbessert, in deren Umfeld Anzeigen geschaltet werden können. Facebook nutzt nun wie Twittter sogenannte Hashtags zum Auffinden von Beiträgen. Dabei wird einem Begriff ein Rautezeichen (#) vorangestellt.

Das Werbewachstum sei so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr, sagte Finanzchef David Ebersman. «Es war ein starkes Quartal vom Anfang bis zum Ende.» Firmenchef Zuckerberg erklärte mit Blick auf das erste Jahr an der Börse, die Investitionen zahlten sich nun aus: «Wir haben eine gute Grundlage für die Zukunft gelegt»

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