Kiel/Berlin (dpa) - Schleswig-Holsteins Datenschützer Thilo Weichert hat mit seinem Vorstoß gegen Facebook-Fanseiten bisher wenig bewirkt. Von den 15 angeschriebenen öffentlichen und privaten Betreibern habe nur eine öffentliche Stelle ihre Fanpage deaktiviert.

Das erklärte Weicherts Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) am Freitag. Das sei «enttäuschend». Auch die vom ULD eingeforderte Stellungnahme hätten nur drei öffentliche und drei private Stellen abgegeben. Unter anderem die Staatskanzlei hatte sich geweigert, ihre Facebook-Fanseite abzuschalten und sie lediglich mit einem Warnhinweis versehen. Weichert hatte sieben öffentliche und acht private Stellen angeschrieben.

Der Datenschützer sieht in den Fanseiten und dem «Gefällt mir»-Button von Facebook einen Verstoß gegen in Deutschland geltende Datenschutz-Regelungen und geht gegen sie vor. Damit brachte er Facebook immerhin dazu, detaillierte Angaben zur Funktionsweise seiner Plug-ins zu machen. Facebook weist die Vorwürfe der Datenschützer zurück.

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