Elektronische Kamerasucher immer besser
Der Sucher ermöglicht ambitionierten Fotografen mehr Konzentration. Elektronische Varianten werden laut Stiftung Warentest immer besser. Foto: Federico Gambarini

Der Sucher ermöglicht ambitionierten Fotografen mehr Konzentration. Elektronische Varianten werden laut Stiftung Warentest immer besser. Foto: Federico Gambarini

dpa

Der Sucher ermöglicht ambitionierten Fotografen mehr Konzentration. Elektronische Varianten werden laut Stiftung Warentest immer besser. Foto: Federico Gambarini

Berlin (dpa/tmn) - Ein Sucher ist für ambitionierte Fotografen unverzichtbar, weil sie sich damit abgeschirmt und blendfrei voll auf die Bildkomposition konzentrieren können. Elektronik macht nun dem klassischen Spiegel Konkurrenz.

Durch den Sucher sieht man durch das Objektiv genau auf den Bildausschnitt, der beim Auslösen zum Foto wird. Inzwischen können elektronische Sucher leicht mit optischen mithalten, berichtet die Stiftung Warentest, die elf Spiegelreflex- und sieben Systemkameras mit Sucher getestet hat («test»-Ausgabe 3/14).

Auch wenn viele Fotografen den Spiegel noch bevorzugen, spreche immer mehr für einen elektronischen Sucher, so die Tester. Bei sehr guten Systemkameras sei das Sucherbild so groß, präzise und hell, dass es manche optischen Sucher in den Schatten stelle. Außerdem zeigt der elektronische Sucher das Motiv im Gegensatz zur optischen Variante im Dämmerlicht aufgehellt.

Ein wesentlicher Grund dafür, dass elektronische zu optischen Suchern aufschließen konnten, ist die gestiegene Auflösung der Mini-Displays. Außerdem ermöglicht die Elektronik Einblendungen, die vor allem Anfängern helfen können, darunter etwa Grafiken zur Helligkeitsverteilung oder für die richtige Belichtung sowie farbige Kanten, die beim Scharfstellen helfen.

Außerdem lassen sich kritische Bereiche des Motivs den Angaben zufolge vergrößern und so besser beurteilen. Hilfreich sei auch eine Blendensimulation ohne Bildverdunkelung: Sie zeigt vor der Aufnahme den Einfluss der gewählten Blende auf Schärfe und Unschärfe deutlich an.

Gerade Anfänger dürfen sich von der möglichen Informationsvielfalt im Sichtfeld natürlich nicht vom eigentlichen Motiv und der Bildgestaltung ablenken lassen. Auf der anderen Seite eröffnen viele Systemkameras auch neue Spielräume beim diskreten Fotografieren: Sie haben neben dem klassischen mechanischen auch einen automatischen Verschluss, mit dem ohne das verräterische Klacken fotografiert werden kann, erläutern die Experten.

Bei Spiegelreflexkameras reflektiert ein Klappspiegel das Bild vom Objektiv auf eine Mattscheibe - das ist der klassische optische Sucher. Die kompakteren Systemkameras verzichten auf den Spiegel und schicken fortlaufend das digitalisierte Live-Bild auf ein kleines Display im Sucher.

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