FS-1041 von Kyocera
Neuer Laserdrucker für Einsteiger: Der FS-1041 von Kyocera kostet 99 Euro. Der Verkaufsstart ist für November geplant. Foto: Kyocera

Neuer Laserdrucker für Einsteiger: Der FS-1041 von Kyocera kostet 99 Euro. Der Verkaufsstart ist für November geplant. Foto: Kyocera

Multitalent: Der Samsung CLX-3305FW (389 Euro) kann nicht nur drucken, sondern auch scannen, faxen und kopieren. Foto: Samsung

Farbdrucker mit Farbdisplay: Lexmarks C740 (ab 599 Euro) wird per Touchscreen gesteuert. Foto: Lexmark

Der HL-2250DN von Brother (189 Euro) hat eine Duplexeinheit zum gleichzeitigen Bedrucken von Vorder- und Rückseite. Foto: Brother

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Neuer Laserdrucker für Einsteiger: Der FS-1041 von Kyocera kostet 99 Euro. Der Verkaufsstart ist für November geplant. Foto: Kyocera

Berlin (dpa/tmn) - Laserdrucker sind schnell, praktisch und viel günstiger als noch vor einigen Jahren. Trotzdem eignen sich die Geräte längst nicht für jeden: Beim Fotodruck machen sie zum Beispiel keine gute Figur, außerdem gibt es ungeklärte gesundheitliche Fragen.

Laserdrucker sind Arbeitstiere. Im Akkord brennen sie Toner auf Seiten und feuern diese im Sekundentakt aus ihrem Papierschub. Die meisten Nutzer kennen das nur aus dem Büro, längst sind die Geräte aber auch für Privathaushalte erschwinglich. Ein guter Laserdrucker kostet nicht mehr als 100 Euro, sagt Matthias Rößler, Redakteur bei «Chip.de».

In Deutschland führen Laserdrucker dennoch ein Nischendasein. Viel beliebter sind Multifunktionsgeräte, die auf Tinte statt Toner setzen. Nach Angaben des IT-Verbands Bitkom entscheiden sich zwei von drei Käufern für einen solchen Alleskönner. «Logisch», findet Rößler. «Für 50 Euro kriege ich Drucker, Scanner und Kopierer in einem. Das ist unschlagbar.» Laserdrucker etablierten sich vielmehr als Zweitgerät.

Das liegt vor allem an einer Eigenschaft: «Laserdrucker trumpfen gerade beim Textdrucken auf», sagt Dirk Lorenz von der Stiftung Warentest. «In wenigen Minuten produzieren sie Hunderte Seiten mit gestochen scharfen Buchstaben.» Und im Gegensatz zu den Tintenstrahlern übersteht die Farbe auch Kontakt mit Wasser.

Positiv ist auch: Wer meistens Dokumente druckt, braucht nur einen Schwarz-Weiß-Laserdrucker. «Das spart Folgekosten», so Lorenz. Wer allerdings mit Grafiken arbeitet, braucht ein Farbgerät und muss tiefer in die Tasche greifen. Gut 300 Euro werden dafür in der Regel fällig. Und wer oft Fotos ausdruckt, sollte die Finger ganz von Laserdruckern lassen, warnt der Warentester: «Die Bilder wirken pixelig, das ist ein echter Schwachpunkt.»

Das entscheidende Kriterium beim Kauf ist der Seitenpreis. «Gute Laserdrucker schaffen heute 1 bis 1,5 Cent pro Blatt», sagt Matthias Rößler. Der Preis errechnet sich wie folgt: Bei den Tests werden etwa 20 bis 25 Prozent einer Seite geschwärzt, was dem normalen Einsatz Zuhause oder im Büro entspricht. So wird der Toner leer gedruckt und geschaut, wie viele Seiten dabei herauskommen. Das Ergebnis wird durch den Toner-Preis geteilt.

Als einfache Faustformel gilt: «Wenn zwei Geräte mit gleicher Ausstattung einen deutlich unterschiedlichen Preis haben, sollten Kunden zum teuren Drucker greifen», sagt Rößler. Meist seien dort höherwertige Materialien verarbeitet, die später Toner und damit Geld sparen. Wer nur wenige Seiten im Monat drucken will, kann auch günstigere Modelle kaufen. Zusätzliche Orientierung beim Kauf geben Testberichte in der Fachpresse.

Im Auge sollten Käufer die technischen Features behalten. So werden Netzwerk-Schnittstellen immer wichtiger. Wer zum Beispiel mit Netbook, Tablet und Smartphone arbeitet, hat es mit einem WLAN-Adapter im Drucker leichter. Praktisch für Vieldrucker ist die Duplex-Funktion, die Seiten automatisch beidseitig beschreiben kann. Damit ausgestattete Geräte kosten aber schnell 50 bis 100 Euro mehr.

«Manche Laserdrucker sind auch echte Stromfresser», warnt Dirk Lorenz. Schalten Nutzer den Hauptschalter nicht aus, verprassen sie schnell vergleichsweise große Energiemengen. Ein Testgerät saugte zum Beispiel derart an der Steckdose, dass am Jahresende bei einem durchschnittlichen Strompreis von 25 Cent je Kilowattstunde 35 Euro Betriebskosten zusammenkommen, erklärt Lorenz - «und das fürs Nichtstun.»

Laserdrucker haftet aber auch aus einem anderen Grund ein schlechter Ruf an: Sie gelten als gesundheitsgefährdend. «Emissionen aus Laserdruckern, -kopierern und Multifunktionsgeräten könnten dazu beitragen, unspezifische Symptome wie Schleimhautbeschwerden, Bindehautreizungen, Reizungen des Atemtraktes und der Rachenschleimhaut hervorzurufen», heißt es auf der Webseite des Bundesinstituts für Risikobewertung. Dort wurde 2008 die Belastung von Tonerstaub auf die Gesundheit von Büroangestellten untersucht. «Schwerwiegende Gesundheitsschäden» konnten allerdings nicht beobachtet werden.

«Bis heute sind die Folgen für die Gesundheit nicht geklärt», sagt Lorenz. Er rät deshalb Nutzern, den Raum nach einem großen Druckauftrag unbedingt gut durchzulüften. Außerdem sollten sie das Papier nach dem Drucken ein paar Minuten liegen lassen, bis sich der Tonerstaub gelegt hat. Beim Wechseln der Kartusche wird der Staub darauf am besten mit einem feuchten Tuch weggewischt und nicht einfach weggepustet.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin rät darüber hinaus, schon beim Aufstellen des Geräts an die Gesundheit zu denken: So sollten die Abluftöffnungen im Idealfall nicht direkt auf den Sitz- oder Arbeitsplatz gerichtet sein. Außerdem habe ein Laserdrucker nichts in einem Raum verloren, in dem auch regelmäßig getrunken und gegessen wird.

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