Hannover (dpa/tmn) - Kunden von GMX und Web.de können ab sofort beliebig viele De-Mails kostenlos verschicken. Das teilte das Unternehmen 1&1, der Anbieter der beiden Dienste, auf der CeBIT (10. bis 14. März) in Hannover mit.

Neben GMX und Web.de bietet auch die Deutsche Telekom derzeit unbegrenzt kostenlose De-Mails an, allerdings befristet bis Ende Januar 2015. Bei GMX oder Web.de soll die Standard-De-Mail aber kostenlos bleiben. «Da wird sich keine Veränderung ergeben», sagte 1&1-Sprecher Martin Wilhelm. Geld verlangen wolle das Unternehmen für Zusatzdienstleistungen wie etwa De-Mail-Empfangsbestätigungen.

Bei der De-Mail handelt es sich um eine im E-Government-Gesetz festgeschriebene, in bestimmten Fällen rechtssichere E-Mail-Variante. Bei der Kommunikation mit Behörden, die das neue Verfahren einsetzen, ersetzt die De-Mail die Schriftform vollständig.

Ob das auch für De-Mails an Unternehmen gilt, hängt von den Geschäftsbedingungen (AGB) des Empfängers ab. Schreibt dieser dort für Kündigungen oder andere Vorgänge ausdrücklich die Schriftform vor, reicht eine De-Mail nicht aus. De-Mails werden grundsätzlich verschlüsselt verschickt - allerdings nicht durchgängig, weil sie unterwegs auf Schadsoftware überprüft werden.

Neben 1&1 und der Deutschen Telekom bietet noch Francotyp-Postalia De-Mail an. Dort kostet eine De-Mail - wie auch zuvor bei GMX und Web.de sowie bei der Telekom - rund 39 Cent. Für die De-Mail-Dienste bekommen Kunden eine separate E-Mail-Adresse und ein eigenes Postfach mit eigenen Zugangsdaten.

Einen zur De-Mail inkompatiblen Mail-Dienst, der Rechtssicherheit verspricht, bietet die Deutsche Post mit dem E-Postbrief an. Der kostet genau so viel wie ein Papierbrief, also 60 Cent. Soll ein E-Postbrief ausgedruckt und zugestellt werden, wird es je nach Papiermenge teurer.

Sowohl bei der De-Mail als auch beim E-Postbrief muss sich der Nutzer persönlich identifizieren lassen - etwa bei einem Hausbesuch durch Mitarbeiter der Unternehmen oder an autorisierten Stellen im Einzelhandel ähnlich dem Postident-Verfahren. So soll sichergestellt werden, dass eine De-Mail tatsächlich vom angegebenen Absender stammt.

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