CeBIT 2014
Laut Christian Illek, Chef von Microsoft Deutschland, scheint sich die Fokussierung auf der CeBIT auf Geschäftskunden zu bewähren. Foto: Christoph Schmidt

Laut Christian Illek, Chef von Microsoft Deutschland, scheint sich die Fokussierung auf der CeBIT auf Geschäftskunden zu bewähren. Foto: Christoph Schmidt

dpa

Laut Christian Illek, Chef von Microsoft Deutschland, scheint sich die Fokussierung auf der CeBIT auf Geschäftskunden zu bewähren. Foto: Christoph Schmidt

Hannover (dpa) - Das neue Konzept der CeBIT in Hannover muss sich noch bis zum kommenden Freitag bewähren, dann schließt die Messe ihre Tore.

Zur Halbzeit ziehen einige Unternehmen bereits eine vorsichtig positive Zwischenbilanz. Auch die Messe ist zufrieden. Der Verlauf der ersten Tage sei zufriedenstellend gelaufen. «Wir liegen in unserem Erwartungshorizont», sagte CeBIT-Sprecher Hartwig von Saß. Die Messe habe ein «sehr hochwertiges Fachpublikum» angezogen und stärkeren Zuspruch aus dem Ausland erhalten.

Mit dem klaren Profil einer Business-Messe habe die CeBIT die Chance, sich ein Alleinstellungsmerkmal zu erarbeiten, sagte Christian Lamprechter, Geschäftsführer von Intel Deutschland, der dpa am Mittwoch. «Die Neuausrichtung war überfällig», sagte Lamprechter.

Für Intel sei die CeBIT aber noch nie eine reiner Ordermesse gewesen. Früher war der Chiphersteller traditionell mit einem großen Hallenstand präsent gewesen. Parallel hatte das Unternehmen zuletzt auch einen Auftritt in der Gaming-Halle. Das sei aber ohnehin ein «schwieriger Spagat» gewesen.

Ein Fazit könne man zwar erst abgeben, wenn das «Spiel abgepfiffen» sei, erklärte Christian Illek, Chef von Microsoft Deutschland. Die Fokussierung auf Geschäftskunden scheine sich jedoch zu bewähren, sagte Illek am Mittwoch. «Ein gutes Indiz dafür ist die im Vergleich zum Vorjahr größere Anzahl von Fachbesuchern auf unserem Stand bei einer gleichzeitig deutlich gestiegenen Investitionsbereitschaft.»

Auf seinem Messestand legte der Softwarekonzern den Schwerpunkt unter anderem auf Partner-Konzepte und Cloud-Lösungen. Größter Anziehungspunkt für die Besucher waren bis zur Halbzeit allerdings die Tische mit den neuesten Windows-Geräten, sagte ein Microsoft-Mitarbeiter.

Erstmals richtet sich die Computerschau in diesem Jahr ausschließlich an Fachbesucher. Diese Entwicklung sei angesichts der kontinuierlich rückgängigen Zahl von privaten Besuchern vorgezeichnet gewesen, erklärte der neue CeBIT-Chef Oliver Frese «Heise Online».

Diesen Trend habe die Messe aufgenommen und konsequent gestaltet. Ansgar Heise, der Geschäftsführer der Heise Medien Gruppe, bedauerte die Verbannung der privaten Besucher von der CeBIT. Auf dem Stand des Verlags sei früher deutlich mehr Publikumsandrang gewesen.

Auf der CeBIT zeigen rund 3400 Unternehmen aus 70 Ländern ihre Neuheiten. Das sind laut Messe in etwa so viele wie im Vorjahr. Als Aussteller wird gemäß der Definition der Prüfstelle AUMA gezählt, wer sich die gesamte Laufzeit über als zahlender Kunde auf der Messe präsentiert. Rund 230 000 Fachbesucher erwartet die Messe in diesem Jahr.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer