CES 2013
Auf der Elektronikmesse CES International 2013 in Las Vegas zeigt Audi auch den Audi R18 e-tron quattro Rennwagen, der das berühmte Langestreckenrennen in Le Mans 2012 gewann. Foto: Michael Nelson

Auf der Elektronikmesse CES International 2013 in Las Vegas zeigt Audi auch den Audi R18 e-tron quattro Rennwagen, der das berühmte Langestreckenrennen in Le Mans 2012 gewann. Foto: Michael Nelson

dpa

Auf der Elektronikmesse CES International 2013 in Las Vegas zeigt Audi auch den Audi R18 e-tron quattro Rennwagen, der das berühmte Langestreckenrennen in Le Mans 2012 gewann. Foto: Michael Nelson

Las Vegas (dpa) - Die Wüste rund um Las Vegas ist das Mekka der Test-Fahrer großer Automobil-Konzerne. Hier darf man Dinge ausprobieren, die im Verkehr eigentlich verboten sind. Das Fahren ohne Hand am Steuerrad ist für Audi in Nevada aber künftig auch auf öffentlichen Straßen möglich.

Allerdings müssen in den Wagen auch Fahrer mit einem gültigen Führerschein sitzen, die bei Bedarf steuernd eingreifen können. Vor Audi vergab der US-Staat solche Lizenzen bereits an Google und den Zulieferer Continental.

Audi stellte auf der Elektronik-Messe CES in Las Vegas sein Konzept zum «pilotierten Fahren» vor. «Im zähfließenden Verkehr bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h wird der Fahrer innerhalb gewisser Grenzen beim Lenken unterstützt», erläuterte Ricky Hudi, Leiter Entwicklung Elektrik/Elektronik bei Audi, am Dienstag (Ortszeit). Mit Hilfe des pilotieren Fahrens würden zukünftig auch Ein- und Ausparkvorgänge - wie beispielsweise in enge Parklücken am Straßenrand, in Garagen oder sogar in Parkhäusern - selbstständig vom Fahrzeug übernommen, ohne dass der Fahrer im Auto sitzen muss.

«Das pilotierte Fahren ist noch in diesem Jahrzehnt technisch realisierbar», sagte Audi-Entwicklungschef Wolfgang Dürheimer. Er erwarte, dass computergesteuerte Autos zuerst in Japan betrieben werden, wo der Verkehr in den Großstädten von Stausituationen und der Suche nach einem Parkplatz geprägt sei. Hudi und Dürheimer betonten, schon heute seien bestimmte Aspekte des «pilotierten Fahrens» bei Audi möglich.

Audi arbeitet seit Jahren an autonom fahrenden Autos. Beim Bergrennen «Pikes Peak International Hill Climb» 2010 erklomm ein Audi TTS in ununterbrochener Fahrt den 4301 Meter hohen Gipfel. Die knapp 20 Kilometer lange Strecke mit 156 Kehren wurde dabei in 27 Minuten ohne einen menschlichen Eingriff in die Steuerung absolviert. Audi arbeitete dabei mit dem Electronics Research Lab von Volkswagen im kalifornischen Silicon Valley und der Stanford University zusammen. VW und Stanford hatten zuvor mit dem Forschungsfahrzeug Stanley die DARPA Grand Challenge 2005 gewonnen, wo verschiedene selbstfahrende Fahrzeuge gegeneinander angetreten waren.

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