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Apple hat alle Skeptiker widerlegt und in den vergangenen drei Monaten glänzende Geschäfte gemacht. Vor allem das iPhone ist weiter gefragt und bleibt eine Geldmaschine. Foto: Fredrik von Erichsen

Apple hat alle Skeptiker widerlegt und in den vergangenen drei Monaten glänzende Geschäfte gemacht. Vor allem das iPhone ist weiter gefragt und bleibt eine Geldmaschine. Foto: Fredrik von Erichsen

dpa

Apple hat alle Skeptiker widerlegt und in den vergangenen drei Monaten glänzende Geschäfte gemacht. Vor allem das iPhone ist weiter gefragt und bleibt eine Geldmaschine. Foto: Fredrik von Erichsen

Cupertino (dpa) - Apple ist nicht zu stoppen: Der Erfolg von iPhone und iPad hat dem US-Konzern wieder ein Quartal der Superlative beschert.

Mit 35 Millionen verkauften iPhones und 11,6 Milliarden Dollar (8,4 Mrd Euro) Gewinn übertraf Apple alle Erwartungen. Es war das zweitbeste Quartal der Firmengeschichte überhaupt - nach dem alles überragenden Weihnachtsgeschäft 2011. Die zuletzt gebeutelte Aktie schoss zum Handelsstart um fast zehn Prozent auf knapp 616 Dollar hoch.

Der Gewinn in dem Ende März beendeten zweiten Geschäftsquartal war fast doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Beinahe hätte Apple sogar an den vorherigen Rekordgewinn von 13,1 Milliarden Dollar angeknüpft. Der Konzern sitzt jetzt auf einem Geldberg von mehr als 110 Milliarden Dollar.

«Wir sind begeistert von mehr als 35 Millionen iPhone- und annähernd 12 Millionen iPad-Verkäufen im Quartal», sagte Konzernchef Tim Cook am Dienstag. Damit wurde Apple fast doppelt so viele der Smartphones und zweieinhalb mal so viele seiner Tablet-Computer los wie vor einem Jahr.

Dabei war das iPad der dritten Generation erst Mitte März in die Läden gekommen - da dies erwartet wurde, dürften viele Interessenten zuvor auf den Kauf eines iPad 2 verzichtet haben. «Die Nachfrage ist weiterhin unglaublich hoch», sagte Cook. «Wir verkaufen sie so schnell, wie wir sie herstellen können.» Cook versprach weitere Neuheiten im Jahresverlauf. Im Herbst wird das iPhone 5 erwartet. Viele Experten rechnen zudem mit einem Fernseher von Apple.

Die Mac-Computer verkauften sich zuletzt ebenfalls besser als vor einem Jahr, auch wenn es hier keine Sprünge gibt: Die vier Millionen Geräte bedeuteten ein Plus von 7 Prozent. Einzig bei den iPod-Musikspielern ging es weiter abwärts und zwar um 15 Prozent auf 7,7 Millionen Geräte.

Insgesamt stieg der Umsatz um 59 Prozent auf 39,2 Milliarden Dollar. «Wir haben niemals in einem März-Quartal einen so hohen Umsatz gehabt», sagte Finanzchef Peter Oppenheimer. Im laufenden dritten Geschäftsquartal rechnet er allerdings mit einem Rückgang auf 34 Milliarden Dollar, unter anderem weil ein Teil der Nachfrage nach neuen iPhones und iPads schon befriedigt sei. Doch gewöhnlich stapelt Apple tief und übertrifft dann in schöner Regelmäßigkeit seine eigenen Prognosen.

Ein Grund für Apples gute Zahlen zu Jahresbeginn waren die kräftig gestiegenen Verkäufe in China. «Es war ein Wahnsinnsquartal in China», betonte Cook. Der Umsatz habe 7,9 Milliarden Dollar erreicht. Dabei sei das iPhone 4S erst im Laufe des Quartals in die Läden gekommen und beim iPad gibt es Probleme wegen eines Streits um den Markennamen. «Wir haben die Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft.»

Angesichts der deutlich gestiegenen Verkäufe schwoll Apples Kasse binnen drei Monaten von 97,6 Milliarden auf 110,2 Milliarden Dollar an. Erst jüngst hatte sich das Management durchgerungen, die Aktionäre an dem Geldsegen teilhaben zu lassen und nach 15 Jahren wieder eine Dividende zu zahlen. Der im Oktober gestorbene Firmengründer Steve Jobs hatte sich stets dagegen gesträubt.

Mit den Geschäftszahlen übertraf Apple die Erwartungen der Analysten deutlich. In den vergangenen Tagen war das Papier unter Druck geraten, weil viele Beobachter damit gerechnet hatten, dass Apple sein rasantes Wachstumstempo nicht halten kann. Die Aktie, die in der Spitze vor einigen Wochen 644 Dollar kostete, war am Dienstag mit 560 Dollar aus dem regulären Handel gegangen.

Cook äußerte sich erstmals ausführlich zu dem erbitterten Patentstreit mit Konkurrenten und schlug dabei auch dezidiert andere Töne an als sein legendärer Vorgänger Steve Jobs. «Ich habe Klagen schon immer gehasst und ich hasse sie jetzt noch», sagte Cook. Jobs hatte die Klage-Lawine mit losgetreten, weil er das Google-Betriebssystem Android vom iPhone abgekupfert sah. Zugleich machte auch Cook deutlich, dass er die Patent-Streitereien nicht um jeden Preis beenden wolle: «Wir wollen, dass die anderen selber ihre Sachen erfinden.» Nur auf dieser Basis könne es eine Einigung geben, auch wenn sie ihm grundsätzlich lieber wäre als ein Kampf.

Neues von Apple könnte es am 11. Juni geben: Dann startet die Entwicklerkonferenz WWDC, bei der der Konzern jedes Jahr Neuigkeiten zu seinen Plattformen wie iOS für iPhones und iPads und das Mac-System OS X präsentiert.

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