Europäische Websites von Amazon nicht erreichbar
Der Ausfall der europäischen Websites am Abend des dritten Adventsonntags dürfte Online-Händler Amazon erhebliche Umsatzausfälle bescheren.

Der Ausfall der europäischen Websites am Abend des dritten Adventsonntags dürfte Online-Händler Amazon erhebliche Umsatzausfälle bescheren.

dpa

Der Ausfall der europäischen Websites am Abend des dritten Adventsonntags dürfte Online-Händler Amazon erhebliche Umsatzausfälle bescheren.

München/Berlin (dpa) - Die europäischen Websites des Online- Einzelhändlers Amazon waren am Sonntagabend teilweise nicht erreichbar. Für mehr als eine halbe Stunde erhielten Kunden, die ihre Weihnachtseinkäufe online auf der Plattform erledigen wollten, einen Fehlerhinweis.

Die Störung sei aber nicht durch Angriffe von Wikileaks-Aktivisten verursacht worden, versicherte das Unternehmen am Montag. «Die kurze Unterbrechung unserer europäischen Retail-Websites gestern Abend lag an einem Hardware-Defekt in unserem europäischen Netzwerk-Rechenzentrum», hieß es in einer Stellungnahme. Zunächst war vermutet worden, dass Amazon Ziel von Hackerangriffen gewesen sein könnte.

Betroffen waren die Amazon-Dienste in Deutschland, Großbritannien, Spanien und Frankreich, die US-Sites liefen weiter störungsfrei. Die Statusseite der Amazon-Dienste vermerkt für die Zeit zwischen 21.37 und 23.32 Uhr (MEZ) am Sonntagabend vermehrte Fehlermeldungen und zeitweilige Unerreichbarkeit der Dienste in der westeuropäischen Region. Als Ursache wird auch hier eine defekte Hardware in einem Server in Irland genannt. Ein provisorisches Ersatzgerät habe sich unglücklicherweise ebenfalls als fehleranfällig erwiesen. Laufende Prozesse seien nicht beeinträchtigt gewesen. Das Netzwerkteam habe den Datenfluss neu gestartet und die fehlerhafte Hardware repariert.

Inzwischen sind die Sites wieder erreichbar. Wikileaks-Aktivisten riefen in den vergangenen Tagen dazu auf, die Websites von Amazon lahmzulegen. Das US-Unternehmen hatte seine Serverkapazitäten für die Veröffentlichung von geheimen Depeschen der Enthüllungsplattform gesperrt und das Geschäftsverhältnis mit der Organisation wegen angeblicher Verstöße gegen die Geschäftsbedingungen aufgekündigt.

Auch die US-Finanzdienstleister Mastercard, Visa und PayPal nahmen die Wikileaks-Sympathisanten im Visier. Eine Gruppe mit dem Namen «Anonymous» hatte zu DDOS-Angriffen aufgerufen, bei denen Hunderte oder Tausende miteinander vernetzte Computer versuchen, einen Server mit unsinnigen Datenanfragen in die Knie zu zwingen.

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