Die USA setzen große Hoffnungen auf den neuen Präsidenten.

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Von Peter De Thier.

Von Peter De Thier.

Von Peter De Thier.

Für den neuen US-Präsidenten liegt die Latte hoch. Barack Obama will auf der globalen Bühne das ramponierte Image der USA wiederherstellen, ohne dabei Fortschritte im Kampf gegen den Terrorismus aufs Spiel zu setzen. Unmittelbarer und dringlicher ist aber eine andere Herausforderung - die Bewältigung der schlimmsten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Schon im Vorfeld seiner Amtseinführung nährte Obama Hoffnungen, dass er dieser Aufgabe durchaus gewachsen sein könnte.

Den kometenhaften Aufstieg des Senkrechtstarters als "historisch" zu bezeichnen, wird seinem Erfolg kaum gerecht. Für viele Karrierepolitiker wäre allein die Wahl in den US-Senat die Erfüllung eines Lebenstraums gewesen. Doch Barack Obama wollte höher hinaus.

Als er seine Kandidatur für das höchste Amt im Lande bekanntgab, sahen dies viele als naives Ansinnen eines zu selbstbewusst gewordenen jungen Politikers an, der nicht begreifen wollte, dass Amerika noch längst nicht reif ist für einen schwarzen Präsidenten. Doch von diesen Skeptikern ließ er sich ebenso wenig abschrecken wie von jenen, die noch vor zwölf Monaten der Überzeugung waren, dass er innerhalb der eigenen Partei gegen die übermächtige Mitbewerberin Hillary Clinton chancenlos sei.

Der Erdrutschsieg gegen den hochangesehenen Republikaner John McCain bei der Präsidentschaftswahl war dann die Krönung auf dieser sagenhaften politischen Odyssee, auf der Obama unüberwindlich erscheinende Hürden nahm, unerschütterliches Selbstvertrauen zeigte und mit Nachdruck bewies, dass er keine Aufgabe für unlösbar hält. Allesamt Qualitäten also, die inmitten einer tiefen Krise beim neuen Präsidenten gefragt sind.

Nun aber geht es zur Sache. Schon im Vorfeld der Vereidigung hat Obama nicht nur im Eilverfahren eine erstklassige Mannschaft von Wirtschaftsberatern zusammengestellt, sondern bereits viele Kongressmitglieder für sein historisches Konjunkturprogramm gewinnen können.

Obama hat bewiesen, dass er eine Integrationsfigur und ein Pragmatiker ist, der Probleme direkt anpackt und sich von Zweiflern nicht aus dem Konzept bringen lässt. Die großen Hoffnungen, die Amerika in ihn setzt, könnten daher durchaus berechtigt sein.

Hier sehen Sie das Weiße Haus grafisch von innen.

 

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