Am 23. Mai fiel die erste Klappe des neuen Kinofilms von Regisseur Burhan Qurbani („Wir sind jung. Wir sind stark“): Berlin Alexanderplatz.

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V.l.n.r., stehend: Yoshi Heimrath (Kamera), Leif Alexis und Jochen Laube (Produzenten), Kirsten Niehuus und Oliver Zeller (MBB), Fabian Maubach (Produzent); sitzend: Welket Bungué (Francis), Burhan Qurbani (Regie), Benjamina Mirnik-Voges (eOne), Albrecht Schuch (Reinhold).

V.l.n.r., stehend: Yoshi Heimrath (Kamera), Leif Alexis und Jochen Laube (Produzenten), Kirsten Niehuus und Oliver Zeller (MBB), Fabian Maubach (Produzent); sitzend: Welket Bungué (Francis), Burhan Qurbani (Regie), Benjamina Mirnik-Voges (eOne), Albrecht Schuch (Reinhold).

Frédéric Batier

V.l.n.r., stehend: Yoshi Heimrath (Kamera), Leif Alexis und Jochen Laube (Produzenten), Kirsten Niehuus und Oliver Zeller (MBB), Fabian Maubach (Produzent); sitzend: Welket Bungué (Francis), Burhan Qurbani (Regie), Benjamina Mirnik-Voges (eOne), Albrecht Schuch (Reinhold).

Am 23. Mai fiel die erste Klappe des neuen Kinofilms von Regisseur Burhan Qurbani („Wir sind jung. Wir sind stark“): Berlin Alexanderplatz.

Alfred Döblins Romanklassiker aus dem Jahr 1929 ist heute aktueller denn je: Burhan Qurbani deckt die Parallelen zu den gesellschaftlichen Strukturen unserer Zeit auf und verleiht der Geschichte um den strauchelnden Franz Biberkopf in dem Geflüchteten Francis ein modernes Gesicht und eine neue Tragweite.

Vor dem Hintergrund des heutigen Berlin nimmt Berlin Alexanderplatz Elemente und Figuren des Romans auf und verknüpft sie zu einer fesselnden, gnadenlos ehrlichen Großstadt- und Gangsterballade. Die Utopie der Geschichte, dass auch das schwächste Glied der Gesellschaft seinen Weg ins Herz der Gemeinschaft finden kann, diese Erzählung von Hochmut, Fall und vor allem von der Liebe und ihrer Ausbeutung, ist universell und trifft mitten ins Herz. Exzessiv und dramatisch, atmosphärisch dicht und voll poetischer Kraft.

Sein Gespür für die Randgruppen unserer Gesellschaft, für komplexe und relevante Themen, die mit starker visueller Sprache, spielerischen Erzählformen und eigenwilliger Handschrift für die große Leinwand inszeniert sind, hat Qurbani bereits mit „Shahada“ (2010) und „Wir sind jung. Wir sind stark“ (2014) bewiesen. Für Berlin Alexanderplatz konnte er erneut ein außergewöhnliches Schauspielerensemble gewinnen: Die Rolle des Francis spielt Welket Bungué, der 2017 auf der Berlinale mit dem Film „Joaquim“ auf sich aufmerksam machte.

Die Figur des Reinhold wird von Albrecht Schuch („Paula“, „Bad Banks“) verkörpert, die Mieze spielt Jella Haase („Fack ju Göthe 1-3“, „4 Könige“). In weiteren Rollen sind u.a. Joachim Krol („Ausgerechnet Sibirien“) und Annabelle Mandeng („Unknown Identity“) zu sehen. Das Drehbuch schrieb Qurbani zusammen mit Martin Behnke („Wir sind jung. Wir sind stark“, „Dark“), Yoshi Heimrath („Wir sind jung. Wir sind stark“, „Das Verschwinden“) führt die Kamera. Die Dreharbeiten finden noch bis 23. Juli 2018 in Berlin, Baden-Württemberg und in Nordrhein-Westfalen statt.

Produziert wird Berlin Alexanderplatz von der Sommerhaus Filmproduktion („In den Gängen“) mit Jochen Laube, Leif Alexis und Fabian Maubach als Produzenten, in Koproduktion mit dem ZDF, in Zusammenarbeit mit Arte. Lemming Film ist der holländische Koproduzent. Gefördert wird der Film durch das Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB), die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) sowie die Film- und Medienstiftung NRW, durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), die Filmförderungsanstalt (FFA) und den Deutschen Filmförderfonds (DFFF). Der Film ist entwickelt mit der Unterstützung von Eurimages und Torino Film Lab. Der Weltvertrieb liegt bei Beta Cinema. Der Verleih eOne wird Berlin Alexanderplatz 2019 in die deutschen Kinos bringen.

Kurzinhalt: „Dies ist die Geschichte von Francis aus Guinea Bissau. Ihr werdet sehen, wie Francis nach Berlin kommt, wie er dreimal strauchelt und fällt. Wie er immer wieder aufsteht…“

Auf der illegalen Überfahrt von Afrika nach Europa gerät das Boot, auf dem sich Francis (Welket Bungué) befindet, in einen Sturm. Er schwört, dass er ein guter und anständiger Mensch sein will, wenn er gerettet wird, und seine Gebete werden erhört. Nun ist es an ihm, seinen Schwur auch einzuhalten. Sein Weg führt ihn nach Deutschland, wo er sich redlich darum bemüht, ein ehrliches Leben zu führen.

Doch die Umstände machen es ihm nicht einfach. Wie soll man gut sein in einer Welt, die es selbst nicht ist? Bald trifft Francis auf den zwielichtigen deutschen Drogendealer Reinhold (Albrecht Schuch) und die Leben der beiden Männer verbinden sich zu einer düsteren Schicksalsgemeinschaft. Immer wieder versucht Reinhold, Francis für seine Zwecke einzuspannen und dieser widersteht – um schließlich doch jedes Mal nachzugeben und zu fallen. Eines Tages trifft Francis auf Mieze (Jella Haase) und verliebt sich Hals über Kopf. Eine glückliche Zeit beginnt. Aber Reinhold lässt Francis nicht aus seinen Fängen.

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