Theodor-Wolff-Preis an sechs Journalisten vergeben
Heinrich Wefing (v.l.), Tobias Haberl, Nicole Bastian, Jens Münchrath, Karsten Krogmann und Marco Seng sind mit dem Theodor Wolff Preis, dem Journalistenpreis der deutschen Zeitungen, ausgezeichnet worden.

Heinrich Wefing (v.l.), Tobias Haberl, Nicole Bastian, Jens Münchrath, Karsten Krogmann und Marco Seng sind mit dem Theodor Wolff Preis, dem Journalistenpreis der deutschen Zeitungen, ausgezeichnet worden.

Bernd Settnik

Heinrich Wefing (v.l.), Tobias Haberl, Nicole Bastian, Jens Münchrath, Karsten Krogmann und Marco Seng sind mit dem Theodor Wolff Preis, dem Journalistenpreis der deutschen Zeitungen, ausgezeichnet worden.

Berlin (dpa) - Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat sechs Journalisten mit dem begehrten Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. Die Würdigung der deutschen Zeitungen ging am Mittwochabend in vier Kategorien an zwei Autoren und zwei Autorenduos. Der Preis ist in jeder Kategorie - «Lokales», «Meinung», «Reportage» sowie «Thema des Jahres» - mit 6000 Euro dotiert.

In der Sparte «Lokales» ging der Preis an Karsten Krogmann und Marco Seng von der «Nordwest-Zeitung» (Oldenburg) für ihren Artikel «Warum stoppte niemand Niels Högel?». Darin zeichnen die Autoren die Geschichte eines Serienmörders und die fragwürdigen Ermittlungen nach.

In der Kategorie «Meinung» wurde Heinrich Wefing von der «Zeit» (Hamburg) für den Text: «Darf's auch etwas mehr sein?» ausgezeichnet. Darin beschreibt er die Notwendigkeit einer Wiederkehr eines starken Staats - angesichts der Flüchtlingskrise und anderer Probleme.

Tobias Haberl vom «SZ Magazin» (München) bekam die Auszeichnung in der Kategorie «Reportage» für den Artikel «Reihe 7, Platz 88». Für seinen Text begleitete er den NPD-Politiker Udo Voigt, der bei der Europawahl 2014 einen Sitz im Europaparlament errungen hatte.

Der Preis für das «Thema des Jahres», das für die Jury dieses Mal «Flüchtlinge» war, ging an Nicole Bastian und Jens Münchrath vom «Handelsblatt» (Düsseldorf). In ihrem Projekt «Wer seid ihr?» ließen sie in einer Ausgabe zahlreiche Flüchtlinge selbst zu Wort kommen, indem diese Beiträge über ihr Schicksal verfassten.

An der Ausschreibung hatten sich 400 Journalisten beteiligt, wie der BDZV mitteilte. Bei einer Vorauswahl hatte die Jury in den vier Kategorien jeweils drei Veröffentlichungen von insgesamt 15 Autoren nominiert. Erstmals wurden die Sieger erst am Tag der Preisverleihung gewählt und bekannt gegeben.

Die renommierte Auszeichnung erinnert an den langjährigen Chefredakteur des legendären «Berliner Tageblatts», Theodor Wolff (1868-1943), der 1933 vor den Nazis ins französische Exil fliehen musste, dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert wurde. Er starb 1943 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin.

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