Die geplante Eröffnung 2015 wird als „ehrgeizig“ bezeichnet.

Sanierung
Die Baustelle der Staatsoper Unter den Linden in Berlin.

Die Baustelle der Staatsoper Unter den Linden in Berlin.

dpa

Die Baustelle der Staatsoper Unter den Linden in Berlin.

Berlin. Die Pannenserie bei den Berliner Großbauprojekten reißt nicht ab. Nach dem Flughafen-Debakel gibt es jetzt eine Kostenexplosion von fast 46 Millionen Euro bei der Sanierung der Staatsoper Unter den Linden. Das geht aus einer Vorlage der Senatsbauverwaltung hervor. Der Anteil Berlins von rund 40 Millionen Euro würde sich verdoppeln.

200 Millionen der jetzt auf 288 Millionen Euro veranschlagten Gesamtkosten trägt der Bund. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) machte am Dienstag deutlich, dass das klamme Land keine weitere Hilfe erwarten kann. „Das steht fest, mehr wird es nicht geben“, sagte Neumann.

Grund für die Verzögerung seien die vielen bautechnischen Probleme

Die von Daniel Barenboim geführte Staatsoper Unter den Linden wird seit 2010 saniert. Die für 2013 geplante Wiedereröffnung wurde bereits zwei Mal auf jetzt 2015 verschoben – weitere Verzögerungen drohen. Der Terminplan sei sehr ehrgeizig und enthalte keine Puffer, heißt es in dem Papier der Bauverwaltung. Grund dafür sei die „Vielzahl der zu lösenden bautechnischen Probleme“. Am Mittwoch befasst sich der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses mit der Vorlage von Baudirektorin Regula Lüscher.

Die Sanierung der 1743 eröffneten Staatsoper ist eines der größten Kulturprojekte der Stadt. Dabei sollen das Opernhaus, das Intendanz- und Magazingebäude grundlegend renoviert werden. Zudem ist ein neuer unterirdischer Verbindungsbau geplant. Die Oper ist so lange im Schillertheater untergebracht. Weil es dort weniger Plätze gibt, hat das Haus Einnahmeausfälle von jährlich rund vier Millionen Euro. Barenboim hatte schon bei der letzten Verschiebung empört reagiert. Grund dafür war die Entdeckung alter Pfahlbauten in 17 Metern Tiefe. Die Arbeiten dauern noch an. Nach mehreren Auseinandersetzungen trennte sich das Land von der Projektsteuerungsfirma, eine neue muss sich erst einarbeiten.

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