In Köln startet am 12. August die c/o Pop. Bei den Machern herrscht viel Optimismus.

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Zach Condon, Sänger der amerikanischen Band Beirut.

Zach Condon, Sänger der amerikanischen Band Beirut.

Kirszenbaum

Zach Condon, Sänger der amerikanischen Band Beirut.

Köln. Während die Berliner Musikmesse Popkomm in diesem Jahr abgesagt werden musste und ihr französisches Pendant Midem 20 Prozent weniger Besucher hatte, stehen die Zeichen beim Kölner Branchentreff c/o pop trotz Krisenzeiten auf Aufschwung.

"Wir werden beim Kongress die Fachbesucherzahlen vom Vorjahr wieder erreichen und rechnen in Teilbereichen sogar mit Zuwächsen", freut sich Geschäftsführer Norbert Oberhaus eine Woche vor der Eröffnung der c/oPop.

Positiv seien auch die Reaktionen auf die neuen Schauplätze des Kongresses und des Festivals. So gibt es für die beiden Konzerte von Beirut am Mittwoch, 12. August, 20 Uhr, und von The Notwist am Freitag, 14. August, 20Uhr, nur noch Restkarten.

Auch der Open-Air-Auftritt von The Whitest Boy Alive (Freitag, 14. August, 19.30 Uhr) auf dem Offenbachplatz ist laut Oberhaus fast ausverkauft. Insgesamt werden beim Festival mehr als 30000 Besucher erwartet.

Deutliche Zuwächse verzeichnet das Projekt "Europareise", bei der sich Festivalveranstalter aus ganz Europa treffen. Erstmals werden in Köln auch Teilnehmer aus den USA, Kanada, Mexiko, Vietnam, China und Indien erwartet.

Schwerpunkt ist in diesem Jahr Skandinavien, was sich bei vielen Konzerten der "Europareise" zeigt. So gibt es am Donnerstag, 13. August, in den Opernterrassen ab 22 Uhr die Danish Entourage, wo unter anderem Whomadewho und Mikkel Metal auftreten. Am Freitag, 14. August, folgt ab 21.30 Uhr die Norwegian Night mit Bands vom Insomnia Festival.

Wie Verlage aus den Fehlern der Musikbranche lernen können

Beim Kongress soll direkt bei der Eröffnung die Frage nach der Zukunft der Musikindustrie gestellt werden, die nach wie vor der c/o pop den Rücken zukehrt und auf die Rückkehr der Popkomm wartet. "Wir werden weiter versuchen, große Plattenfirmen wie die Emi an Bord zu holen", erklärt der c/o-pop-Chef Oberhaus. Einer Umfrage zufolge betrachtet derzeit etwa 50 Prozent der Musikbranche Köln als eine gute Alternative zur Messe in Berlin.

Wie in den vergangenen Jahren beschränkt sich die c/o pop nicht nur auf Musik, sondern thematisiert auch Themen wie Computer- und Videospiele oder Internetfernsehen. In einer Diskussionrunde treffen die Chefs des Suhrkamp- und des Berlin-Verlags auf eine Managerin des wegen seines Umgangs mit Urheberechten umstrittenen Online-Riesen Google. Diskutiert werden soll, wie Verlage aus den Fehlern der Musikindustrie lernen können.

Weitere musikalische Höhepunkte beim c/o-pop-Festival "Pop Culture 2.0", das vom 12. bis 16. August läuft, sind die Konzerte von Moderat (12. August, 21 Uhr, Gloria an der Apostelnstraße), Patrick Wolf (13. August, 19.30 Uhr, Offenbachplatz), Metronomy, Bonaparte (14. August, 19.30 Uhr, Gloria), Gas (15. August, 23 Uhr, Cinedom im Mediapark) und Pollerwiesen unter anderem mit Ricardo Villalobos und Paul Kalkbrenner (16. August, 11 Uhr, Jugendpark).

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