Constantin Trinks dirigiert Wagners «Das Liebesverbot» in der Oberfrankenhalle. Foto: Günther Jockel
Constantin Trinks dirigiert Wagners «Das Liebesverbot» in der Oberfrankenhalle. Foto: Günther Jockel

Constantin Trinks dirigiert Wagners «Das Liebesverbot» in der Oberfrankenhalle. Foto: Günther Jockel

dpa

Constantin Trinks dirigiert Wagners «Das Liebesverbot» in der Oberfrankenhalle. Foto: Günther Jockel

Bayreuth (dpa) - Schon einige Wochen vor den Festspielen (25.7.-28.8.) ist in Bayreuth Wagner zu hören - und zwar seine Frühwerke «Rienzi», «Das Liebesverbot» und «Die Feen».

Die Produktionen entstanden in einer Kooperation der Festspiele mit Oper und Gewandhausorchester Leipzig, der Geburtsstadt Richard Wagners. Aufgeführt werden die Werke in der Oberfrankenhalle. Die Arena, in der sonst Bayreuths Bundesliga-Basketballer ihre Spiele austragen, wurde aufwendig umgestaltet, um sie operntauglich zu machen.

Die Frühwerke gehören zum Jubiläumsprogramm - Wagner wurde vor 200 Jahren geboren. Bei der «Rienzi»-Premiere an diesem Sonntag (7. Juli) hat Christian Thielemann die musikalische Leitung. Er gilt als einer der derzeit renommiertesten Wagner-Dirigenten. Regie führt Matthias von Stegmann. Tags darauf ist «Das Liebesverbot» zu hören in einer Inszenierung von Aron Stiehl. Dirigent ist Constantin Trinks. Bei den Frühwerken zeige sich, dass Wagner noch auf der Suche nach seinem eigenen Stil war, erläuterte Trinks.

«Als Katharina Wagner mich fragte, ob ich mir vorstellen könnte, "Das Liebesverbot" zu dirigieren, habe ich nicht lange überlegt», sagte er. «Beim Studieren und beim Arbeiten am Werk war ich begeistert von der Energie und dem jugendlichen Ungestüm, die darin stecken.»

Obwohl Wagner bei Entstehung der Oper erst 22 Jahre alt war, sei er unverfroren genug gewesen, William Shakespeare als Vorlage zu nehmen. «Auch hat er sich nicht gescheut, höchste Anforderungen an die Ausführenden zu stellen: Das Werk ist äußerst schwierig zu singen», so Trinks weiter. «Außerdem ist es sehr lang. Aber wenn man das Stück ordentlich kürzt, dann zündet es auch. Es ist eine große Entdeckung für mich gewesen. Ich hoffe, dass das auch dem Publikum so gehen wird.» «Die Feen» schließlich hatten bereits am 16. Februar in Leipzig Premiere und sind am Dienstag in Bayreuth zu hören.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer