Truck-Stop-Gründer Cisco
Günter "Cisco" Berndt ist tot. Foto: Erwin Elsner

Günter "Cisco" Berndt ist tot. Foto: Erwin Elsner

dpa

Günter "Cisco" Berndt ist tot. Foto: Erwin Elsner

Maschen (dpa) - Der ehemalige Sänger der Countryband Truck Stop, Günter Berndt, ist tot. Der Cisco genannte Mitgründer der legendären Hamburger Gruppe starb bereits Ende vergangenen Jahres im Alter von 72 Jahren in seinem Haus im niedersächsischen Maschen.

«Cisco ist nun für immer von uns gegangen und wir sind in tiefer Trauer», heißt es auf der Internetseite von Truck Stop. Die Nachricht sei vollkommen unerwartet gekommen. Die «Bild»-Zeitung hatte zuerst über Berndts Tod berichtet.

Die wohl bekannteste deutschsprachige Country-Combo wurde 1973 gegründet und landete mit englischsprachigen Songs zunächst keine Hits. Der Sänger und Gitarrist Cisco Berndt war von Beginn an 40 Jahre lang im Cowboy-Outfit in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs. Ende 2013 verließ er Truck Stop aus Altersgründen und lebte zurückgezogen im Landkreis Harburg nahe Hamburg.

Zu den Klassikern der Country-Veteranen gehören die Erkennungsmelodie der ARD-Krimireihe «Großstadtrevier» oder der Song «Der wilde wilde Westen». 1979 landete Truck Stop mit dem Titel «Take it easy, altes Haus» auf dem zweiten Platz des Vorentscheids für den Eurovision Song Contest und musste sich nur Ralph Siegels Combo «Dschinghis Khan» geschlagen geben.

2013 brachten die sechs Musiker eine Jubiläums-CD-Box mit dem Titel «40 Jahre...Geile Zeiten» heraus. Die «Cowboys von der Waterkant», wie sie sich selber nennen, haben US-Countrylegende Johnny Cash als großes Vorbild.

Bereits im August 2012 musste die Fangemeinde den Tod eines Truck-Stop-Mitglieds betrauern. Der Sänger Lucius Reichling starb damals an den Folgen einer Lungenentzündung und einer zu spät erkannten Krebserkrankung. Er wurde 65 Jahre alt.

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