Take That
Gruppensitzung mit Take That.

Gruppensitzung mit Take That.

dpa

Gruppensitzung mit Take That.

Berlin (dpa) - «Es rührt mich zu Tränen, euch wieder zusammen zu sehen», bekennt ein sichtlich gerührter Elton John, als er die wiedervereinten Take That im Aufnahmestudio in New York besucht.

Nach 15-jähriger Trennung hatte sich die Ex-Boygroup in diesem Herbst in ihrer Originalbesetzung wieder zusammengefunden. Das Comeback-Album «Progress» landete in Deutschland sofort auf Platz eins der Charts. Den Weg der Wiederkunft beleuchtet die DVD «Take That: Look Back, Don't Stare», die nicht selten den Eindruck einer therapeutischen Sitzung vermittelt. Die Musik spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.

Offenherzig waren Take That schon immer, wie die offizielle Dokumentation «Take That - For The Record» bereits vor vier Jahren schonungslos vor Augen führte. Das ehrt Gary Barlow, Howard Donald, Jason Orange, Mark Owen und Robbie Williams ungemein, die sich auch auf der «Progress»-DVD gegen ein glattes auf Hochglanz poliertes Bild verwehren.

Über seinen tiefen Streit mit Gary Barlow sagt Robbie Williams: «Ich wollte ihn vernichten. Ich wollte die Erinnerung an die Band vernichten. Ich konnte es nicht sein lassen. Selbst als er am Boden war, konnte ich es nicht lassen.» Und auch wenn sie sich inzwischen alle wieder liebhaben, einfach ist das Comeback nicht: «Für mich wird es immer schwierig sein, mit Rob zusammenzuarbeiten», gesteht Gary Barlow, der auch zugibt, dass er früher alle Songs singen und alle Texte schreiben wollte.

Einer der Gründe des tiefen Zerwürfnisses mit Robbie Williams - Band-Clown, Trinker und Drogenfreak, der plötzlich seinen eigenen gewichtigen Anteil am Ruhm einforderte.

Fast wäre das Take-That-Abenteuer noch schiefgegangen, denn Robbie Williams bekam kurzfristig kalte Füße und machte einen Rückzieher. «Mir ging es körperlich nicht sehr gut. Ich hatte das Gefühl, dass ich nicht die nötige Energie dafür hatte. Es war eine beängstigende Aussicht, wieder dort draußen zu sein, bei einer Sache, die so riesig sein würde, wenn man das Gefühl hat, seine Lebenskraft aufgebraucht zu haben», offenbart er -schließlich hat er sich aber doch überwunden.

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