Rod & Penny
Rod Stewart und seine Frau Penny Lancaster in Berlin. Foto: Britta Pedersen

Rod Stewart und seine Frau Penny Lancaster in Berlin. Foto: Britta Pedersen

dpa

Rod Stewart und seine Frau Penny Lancaster in Berlin. Foto: Britta Pedersen

Berlin (dpa) - Rod Stewart sieht sich immer noch als Revolutionär. «Wir reißen als alte Kerle Barrieren nieder», sagt der 69-Jährige mit wilder grauer Mähne über seine Musiker-Generation.

Dass so viele Künstler in diesem Alter noch auf der Bühne stehen - sowas habe es noch nie gegeben. «Niemand hat auch gedacht, dass Elton John oder David Bowie so lange weitermachen würden.» Auch er selbst denke nicht ans Aufhören, solange ihm das Touren noch Spaß bringe.

Im vergangenen Jahr brachte Stewart mit «Time» nach Jahren das erste Album mit von ihm selbst geschriebenen Songs heraus. Die Schreibblockade zu brechen, dabei habe ihm die Arbeit an der zuvor erschienenen Autobiografie geholfen, sagt er. «Man erinnert sich an die ganzen Sachen und denkt: Das wäre ein guter Song.»

So sei «Brighton Beach» entstanden, ein Lied über seine erste Liebe als Teenager. In der Beziehung mit einer Kunststudentin wurde 1963 seine erste Tochter Sarah geboren, die das junge Paar damals zur Adoption freigab. Inzwischen hätten sie ein enges Verhältnis, sagt Stewart. «Wir schreiben uns jede Woche E-Mails.» Stewart hat acht Kinder mit fünf verschiedenen Frauen. Er neige dazu, Frauen zu sehr zu vergöttern, sagt er. «Das ist nicht immer gut.» Mit seiner dritten Frau, der 42-jährigen Penny Lancaster, ist er seit 2007 verheiratet.

Stewart räumt bereitwillig ein, dass er sich so gut wie gar nicht an die wilden frühen Jahre seiner Karriere erinnern kann. «Vielleicht gerade einmal die zentralen Fakten.» Die Autobiografie hätte er nicht ohne die Hilfe seiner zwei Brüder und seiner Schwester zusammenpuzzlen können. Er wisse allerdings, dass heute die Zeiten für Musiker viel härter seien als früher. «Ich hatte damals einen Vertrag für drei Alben, und niemand warf mich raus, als das erste ein Flop war.» Heute bekämen junge Musiker oft nur eine Chance, bevor die Plattenfirmen sich dem nächsten Kandidaten zuwenden.

Stewart, der einst Profi-Fußballer werden wollte, kam für einen halben Tag nach Berlin, um sich im Stadion des 1. FC Union mit einem Ball und einem Fanschal ablichten zu lassen und die Werbetrommel für seine vier Deutschland-Konzerte im Juni zu rühren. Stewart störte sich nicht daran, dass sein Lieblingsverein Celtic Glasgow im vergangenen Sommer von den Berlinern mit 3:0 hoffnungslos geschlagen worden war.

Der Sänger war spät dran. Seiner Frau sei erst am Flughafen in Paris aufgefallen, dass sie ihr iPad im Hotel vergessen habe, entschuldigte er sich. «Frauen...» Der Jet wartete am Pariser Flughafen, bis das Tablet geliefert wurde - die Vorzüge des Rockstar-Lebens. Das Vermögen des Sängers, der die meiste Zeit in Los Angeles lebt, wird auf über 100 Millionen Pfund geschätzt.

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