Kiez, Konzerte, Konferenzen: das Reeperbahn-Festival. Foto: Daniel Reinhardt
Kiez, Konzerte, Konferenzen: das Reeperbahn-Festival. Foto: Daniel Reinhardt

Kiez, Konzerte, Konferenzen: das Reeperbahn-Festival. Foto: Daniel Reinhardt

dpa

Kiez, Konzerte, Konferenzen: das Reeperbahn-Festival. Foto: Daniel Reinhardt

Hamburg (dpa) - Der Milla-Club in München hat den diesjährigen Spielstättenprogrammpreis gewonnen. Bundesweit wurden zum Auftakt des Hamburger Reeperbahn-Festivals 31 Locations und 27 Veranstaltungsreihen mit einem Preisgeld von insgesamt 900 000 Euro gewürdigt.

«Die kleinen und mittleren Livebühnen sind mit ihren ambitionierten und innovativen Programmen abseits des Mainstreams ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaft», erklärte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) am Mittwochabend in Hamburg. Aus Leidenschaft und Überzeugung gingen die Macher oft «bis an die Grenze zur Selbstausbeutung».

Kurz zuvor war der Startschuss für die neunte Auflage des Reeperbahn-Festivals gefallen. «Wir in Hamburg freuen uns, einmal im Jahr das Tor zur Musikwelt zu sein», sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Deutschlands größtes Clubfestival sei eine herausragende Veranstaltung, die «nicht nur in Deutschland, sondern mindestens auch in Europa» ihren Vergleich suche, ergänzte Grütters.

Ihr Haus unterstützt das viertägige Spektakel mit 200 000 Euro. Bis Sonntagmorgen spielen in Dutzenden Kiez-Bars, Theatern und Clubs knapp 400 Musiker und Bands aus aller Welt. Dazu gibt es Kunst, Literatur und ein großes Branchen-Treffen.

Die 58 Gewinner für den Spielstättenprogrammpreis wurden aus 300 Vorschlägen ausgesucht. Neben dem Münchner Milla, das bei den «Spielstätten mit regelmäßig mehreren Livemusikveranstaltungen pro Woche» den ersten Platz und 30 000 Euro gewann, konnten sich auch die Macher des Bunker Ulmenwall in Bielefeld freuen. Sie heimsten den ersten Platz für die zweite Kategorie (durchschnittlich einer Veranstaltung pro Woche) ein. In der Kategorie drei (mindestens zehn Veranstaltungen im Jahr) ging die Trophäe an «Jazz im Paradies» im thüringischen Jena.

Als ein Highlight auf dem Reeperbahn-Festival wird am Donnerstag Sänger Herbert Grönemeyer erwartet. Auf der begleitenden Konferenz spricht der 58-Jährige, der auch Besitzer eines Plattenlabels ist, über aktuelle Entwicklungen der Musikbranche. Inspiriert vom South-By-Southwest-Festival im texanischen Austin ging das Reeperbahnfestival erstmals 2006 über die Bühne. Erwartet werden ungefähr 30 000 Besucher.

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