Sir Simon Rattle bezeichnet sein Verhältnis zu Daniel Barenboim als freundschaftlich.
Sir Simon Rattle bezeichnet sein Verhältnis zu Daniel Barenboim als freundschaftlich.

Sir Simon Rattle bezeichnet sein Verhältnis zu Daniel Barenboim als freundschaftlich.

dpa

Sir Simon Rattle bezeichnet sein Verhältnis zu Daniel Barenboim als freundschaftlich.

Berlin (dpa) - Spitzentreffen in der Musikwelt: Sir Simon Rattle und Daniel Barenboim treten am 15. März (20.00 Uhr) in der Berliner Philharmonie gemeinsam in einem Benefizkonzert auf.

«Ich werde versuchen, Daniel das Leben ein wenig schwer zu machen», sagte Rattle, der Barenboim zu Beethovens 3. Klavierkonzert dirigieren wird, mit einem Augenzwinkern der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. «Zwar ist er als Solist der Boss, aber ich will mich bemühen, ihm einige Überraschungen zu bereiten.»

Der 56-jährige Brite wird außerdem Barenboims Staatskapelle Berlin mit dem zweiten Akt von Wagners «Tristan und Isolde» mit Violeta Urmana und Robert Dean Smith in den Titelrollen dirigieren. Der Erlös kommt der Staatsoper Unter den Linden zugute, die zur Zeit für 250 Millionen Euro saniert wird.

Rattle, der vor seiner Dirigentenlaufbahn Klavier und Schlagzeug studierte, kann sich allerdings nur schwer vorstellen, unter Barenboim am Piano zu sitzen. «Wenn er im Saal ist, ist es ratsam, sich möglichst weit vom Klavier aufzuhalten». Allerdings würde er gerne die Pauke schlagen - und aus dem Orchester heraus mit Barenboim musizieren. «Es wäre schön, sich einmal auch an der Klangerzeugung zu beteiligen, anstatt immer nur den Takt angeben zu müssen.»

Als «sehr freundschaftlich» beschrieb Rattle seine Beziehung zu Barenboim. «Wir hatten ja einiges aufzuarbeiten», sagte der Dirigent in Anspielung auf die Bewerbung Barenboims für den Chefjob bei den Philharmonikern - die Stelle übernahm dann Rattle. «Das war eine Riesenenttäuschung für Daniel, aber wir sind alle darüber hinweggekommen.»

Er habe spontan zum Benefizkonzert zugesagt, sagte der britische Dirigent. Die Zusammenarbeit der Orchester und Dirigenten in Berlin sei angesichts der Rolle der Kultur in der Stadt und der leeren Kassen sehr wichtig. «Wir helfen der Staatsoper - umgekehrt würde das die Staatsoper auch für uns tun.» Die Staatsoper, die während der Bauarbeiten im Schiller Theater residiert, soll im Oktober 2013 wiedereröffnet werden.

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