James Moody
James Moody bei der Grammy-Verleihung in Los Angeles im letzten Jahr.

James Moody bei der Grammy-Verleihung in Los Angeles im letzten Jahr.

dpa

James Moody bei der Grammy-Verleihung in Los Angeles im letzten Jahr.

New York (dpa) - Eine «Institution des Jazz» ist tot: Der Saxofonist James Moody ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Nach Angaben seiner Familie starb der Musiker am Donnerstag in San Diego in Kalifornien.

Moody, der auch sang und Flöte spielte, gehörte zu den Pionieren des Bebop, der Wurzel des Modern Jazz. Außerdem galt er als begnadeter Improvisateur. Seine Fassung von «I'm In The Mood For Love», genannt «Moody's Mood for Love», schrieb Jazzgeschichte.

Moody hatte sich das Saxofonspielen selbst beigebracht. Schon bald spielte er in einer Luftwaffen-Band und nach dem Krieg für Dizzy Gillespie, der zeitlebens sein Vorbild bleiben sollte. Später entwickelte er den warmen, dunklen Klang, der sein Markenzeichen werden sollte. Moody war ein Europa-Fan, nicht nur, weil er zu Beginn seiner Karriere mehrere Jahre in Europa gespielt hatte. Er trat auch bei den Berliner Jazztagen auf und spielte noch vor drei Jahren mit der WDR-Bigband.

Moody galt als «Institution des Jazz». Vor kurzem war bei ihm ein Tumor gefunden worden. Jetzt starb James Moody «85 Jahre jung!», wie seine Familie mitteilte.

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