Das Musikfestival c/o pop zieht wieder um und findet im August mitten in Köln statt.

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Norbert Oberhaus ist Geschäftsführer der c/o pop.

Norbert Oberhaus ist Geschäftsführer der c/o pop.

c/o pop

Norbert Oberhaus ist Geschäftsführer der c/o pop.

Köln. Die dritte Zentrale in sechs Jahren: Die c/o pop zieht wieder um. Vom 12. bis 16. August findet das Festival und die Convention rund um die Popkultur in den Kultur-Kathedralen Kölns statt. Darüber und über andere Neuerungen der c/o pop sprachen wir mit Norbert Oberhaus, dem Geschäftsführer der ausrichtenden Cologne On Pop GmbH.

Herr Oberhaus, erst das sogenannte Panorama-Haus in Deutz, dann die ehemalige Bundesbahndirektion am Rheinufer, jetzt die Positionierung mitten im Herzen der Kölner Kultur - ist die c/o pop nun endgültig angekommen?

Oberhaus (lächelt): Auf jeden Fall. Die neuen Spielorte sind ein klares Bekenntnis zum Standort Köln. Festivalzentrale wird das Schauspiel sein, wo auch ein Teil der Convention stattfinden wird. Konzerte, Partys und der andere Teil der Convention finden dann in den gegenüber liegenden Opernterrassen statt. Und nicht zuletzt wird es erstmalig auch zwei Konzerte in der Philharmonie geben.

Mit der neuen Heimstätte zieht das Festival vom Rheinufer weg mitten in die Innenstadt. Gibt es da Einschränkungen?

Oberhaus: Im Gegenteil - erstmals seit drei Jahren wird es sogar wieder Open-air-Veranstaltungen geben, und zwar direkt vor der Tür unserer Festivalzentrale auf dem Offenbachplatz. Dort treten dann unter anderem The Whitest Boy Alive auf, eine Band im übrigen, die bei der Erstausgabe von c/o pop im Jahre 2004 ihr erstes Konzert überhaupt gegeben hat!

Ein guter Riecher. Da liegt das Festival wieder einmal ganz im Trend.

Oberhaus: Das ist ja unser Anspruch, neue Trends rechtzeitig zu präsentieren. Das gilt für Künstler und Bands genauso wie für die Veränderungen des Musikmarktes.

Ein Schwerpunkt der Convention soll auch eine Debatte über das Urheberrecht und der damit verbundene Auftrag an die Politik sein.

Oberhaus: Im Mittelpunkt dieser Diskussion stehen Künstler und Konsumenten sowie die damit verbundene Frage nach dem Wert des geistigen Eigentums im digitalen Zeitalter. Hier müssen wir dringend in Dialog mit der Politik treten. Auch solche Themenkomplexe und Fragestellungen gehören originär zur c/o pop.

Im vergangenen Jahr hatte die Band Angelika Express auf der c/o pop eine neue Vermarktungsstrategie für ihre neue CD angekündigt - eine Art Aktie. Und tatsächlich ist deren Album genau so produziert und veröffentlicht worden. Ist die c/o pop auch die erste Adresse für solche Tendenzen?

Die Musikmesse steht in diesem Jahr unter dem Motto "Pop Culture 2.0". Der rasante Wandel der Musik- und Entertainmentindustrie soll in den Fokus gerückt werden.

An den fünf Tagen des Festivals, 12. bis 16. August, werden in Opernterassen, Philharmonie und Clubs der Domstadt eine Vielzahl internationaler Musiker auftreten. Unter den bestätigten Acts sind u.a. The Notwist, Patrick Wolf, Gonzales und Trentemoller.

Oberhaus: Auf jeden Fall. Wir sind immer auf der Suche nach neuen Ideen und Modellen, gerade auch wenn es um die Vermarktung von Musik geht. Bei uns soll man die interessantesten Innovationen aus diesem Bereich entdecken können.

Wie sehr hat die globale Finanzkrise das Kölner Festival getroffen?

Oberhaus: In überschaubarem Umfang. Sicher, die Sponsorenakquise wird dadurch nicht leichter, aber die Musikbranche hat ja den Vorteil, dass sie sich schon seit längerer Zeit mit einschneidenden Veränderungen auseinandersetzen musste. Insofern zeigt der Weg hier tendenziell eher wieder nach oben.

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